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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. Januar 2017 | 23:13 Uhr

Warnemünde : Adventssänger steigern Vorfreude

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Traditionelle Veranstaltung auf der Promenade begeistert Akteure und Publikum. Leuchtturm wegen Sanierung ohne Deko

Im Ostseebad ist gestern das erste Adventswochenende gebührend gefeiert worden. Wer mitmachen wollte, traf sich mit Familie und Freunden auf der Promenade am Leuchtturm. Ebenfalls schon traditionell ist der Auftakt mit Olaf Sandkuhls Glockenspiel. „Es ist immer wieder eine schöne Einstimmung auf die Weihnachtszeit und es macht Spaß, diese Veranstaltung zu organisieren“, sagt Klaus Möller, Vorsitzender des Leuchtturmvereins.

Von der Bühne aus stimmten Sängerin und Gitarristin Heide Mundo, Musiker Klaus Lass und der Shantychor De Klaashahns das Publikum auf die Vorweihnachtszeit ein. Klaus Lass und Heide Mundo moderierten das Programm. Unterstützung erhielten die Hauptakteure vom Frauenchor Sing man tau, Sängerin Anne Möller und dem Chor der Heinrich-Heine-Schule. „Ich bin schon zu dieser Schule gegangen und die gesamte Veranstaltung mit vielen bekannten Gesichtern ist für mich ein Heimspiel mit Tradition, welches Erinnerungen weckt“, beschreibt der 47-jährige Warnemünder Mike Fritsch sein erstes Adventswochenende auf der Promenade. Das Repertoire des umfangreichen Veranstaltungsprogramms umfasste Lieder mit klassischer sowie neuzeitlicher Weihnachtsmusik für alle Generationen.

Und weil es Spaß macht, zur Weihnachtszeit gerade die Kinder zu erfreuen, hatten die Leuchtturmmänner wieder eine schöne Idee parat: Im Verlaufe des Nachmittags wurden jede Menge Süßigkeiten an die Kinder verteilt, die das Hotel Neptun und die Mitglieder des Leuchtturmvereins gespendet hatten. Letztere hatten auch das Adventssingen organisiert. „Leider hat es mit der Dekoration des Turms in diesem Jahr nicht geklappt, weil er wegen Sanierungsarbeiten nicht begehbar ist“, sagte Klaus Möller. Doch das fiel nicht auf, denn die Stimmung war auch ohne Deko sehr gemütlich.

Für besondere Verdienste im Gemeindeleben ist gestern der begehrte Knurrhahnpreis vom Warnemünde Verein verliehen worden. Eigentlich wusste fast jeder Zuhörer nach wenigen Worten des Laudators, wer den Preis in diesem Jahr bekommt. Jeder kennt sie, jeder hört sie – denn sie bringt ständig gute Laune und plattdeutsche Weisheiten unter dem weißen Häubchen mit. Das Original Mariken – Marita Bojarra – war selbst völlig platt, als sie als neue Preisträgerin von der Knurrhahnrunde des Warnemünde Vereins ausgezeichnet wurde. Blumen gab es von Ingeborg Regenthal, die guten Worte hatte Klaus Möller parat und Astrid Voss lieferte die passenden Geschenke samt Urkunde. „Seit heute steht fest, ich bin hochoffiziell Warnemünderin“, freute sich das Marieken und konnte ihr Glück kaum fassen. Es gibt keine Veranstaltung, an der Marita Bojarra nicht in ihrer Tracht samt kleinen Geschenken im Körbchen unterwegs ist. Man trifft sie beim Matjesfest oder im Heimatmuseum, beim Umgang wirft sie lachend mit Bonbons um sich. Zusätzlich hat sie sich als Kultur-Ikone der plattdeutschen Sprache einen Namen gemacht und gibt ehrenamtlichen Unterricht in Kindereinrichtungen und Schulen. „Sie sorgt dafür, dass niemand unsere Sprache vergisst“, sagte Möller und lobte sie für ihr gemeinnütziges Engagement im Ostseebad.

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