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Der Prignitzer

10. Dezember 2016 | 19:34 Uhr

Arbeiten am Leitungsnetz : Zweckverband investiert unsichtbar

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Millionensummen für Leitungsnetze, Wasser- und Klärwerke – Bauen und Tagesgeschäft laufen fast störungsfrei nebeneinander

Rund drei Millionen Euro investiert der Westprignitzer Trink- und Abwasserzweckverband (WTAZV) in diesem Jahr in die Modernisierung seiner Anlagen. Die Mittel kommen etwa je zur Hälfte dem Trink- und dem Schmutzwasserbereich zugute. Mit wenigen Ausnahmen wie der Wittenberger Straße in Perleberg sowie einer Reihe von Hausanschlüssen und kleineren Projekten bemerken die Kunden und Bürger davon jedoch wenig.

„Wir konzentrieren die Investitionen in diesem Jahr auf die Modernisierung von Wasser- und Klärwerken, neue Technik und einige Leitungen außerhalb der Kommunen“, erläuterte Verbandsvorsteherin Silvia Klann. „Auch 2017 verfolgen wir einen ähnlichen Kurs. Es ist nur ein Vorhaben geplant, dass zu größeren Beeinträchtigungen für Bürger führen könnte. Wenn die Stadt Perleberg in die Erneuerung der Berliner Straße einsteigt, werden wir parallel unser Leitungsnetz ertüchtigen.“

Im Trinkwasserbereich wurde in diesem Jahr die Modernisierung des Wasserwerkes Glöwen abgeschlossen. Derzeit wird eine Versorgungsleitung zwischen Burow, Pirow und Gülitz gebaut, um das Wasserwerk Burow mittelfristig schließen zu können. Von Bad Wilsnack entsteht eine Leitung nach Bälow. An diesem Standort werden der Vorratsspeicher und die Druckerhöhstation ertüchtigt. Dagegen soll das Wasserwerk Bälow in absehbarer Zeit schließen.

„Viele unserer kleinen Wasserwerke im ländlichen Raum entstanden in den 80-er Jahren. Damit würde auch die kostenaufwendige Erneuerung innerhalb eines kurzen Zeitraums fällig und erhebliche Investitionsmittel des WTAZV binden“, erläuterte Silvia Klann. „Zudem betrifft uns künftig der demografische Faktor mit voraussichtlich sinkendem Trinkwasserabsatz. Deshalb entwickeln wir ein Konzept, die Zahl der aktuell 20 Wasserwerke zu reduzieren.

Dabei fließen Absatzmengen, Investitionen für Versorgungsleitungen und andere ein. Gegengerechnet werden Einsparungen durch die Stillsetzung der Altanlagen. Über Zapel, das im Mai abgestellt wurde, Burow und Bälow hinaus soll die Zahl der Wasserwerke mittelfristig auf 15 bis 17 und langfristig auf zwölf sinken“, sagte die Verbandsvorsteherin. Konkrete Aussagen zu betroffenen Standorten seien noch nicht möglich.

Im Abwasserbereich beginnt noch in diesem Jahr die Modernisierung des Wasserwerkes Perleberg. Investiert wird ferner in das Klärwerk Karstädt. Auch die Anschaffung eines Hochdruck-Reinigungswagens steht unter anderem auf dem Plan. Abgeschlossen wurden 2016 bereits die Umverlegung der Trink- und Schmutzwasserleitungen für den Deichbau in Breese.

„Wir realisieren unsere Investitionsprogramme bei laufendem Betrieb ohne Einschränkungen für die Kunden“, so Silvia Klann. Maximal gebe es angekündigte Abschaltungen von einigen Stunden im Trinkwasserbereich, wenn Hausanschlüsse realisiert würden.

Auch angesichts guter Geschäftszahlen für 2015 blickt der WTAZV optimistisch in die Zukunft. Dank hoher Abnahme durch gewerbliche Kunden, beispielsweise das Betonwerk Karstädt, stieg der Trinkwasserabsatz nach langer Stagnation bei 900 000 Kubikmetern auf rund 950 000 Kubikmeter. Mit 1,2 Millionen Kubikmetern Schmutzwasser wurde im Abwasserbereich nach vielen Jahren wieder eine Schallgrenze überwunden.

„Auch wenn diese Werte nicht in jedem Jahr wiederholbar sind, zeigen sie uns doch, das wir nicht mit ständig sinkenden Mengen rechnen müssen“, betonte Silvia Klann.

 

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erstellt am 30.Sep.2016 | 12:00 Uhr

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