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Der Prignitzer

29. Juli 2016 | 07:57 Uhr

Wittenberge : Zimmerstraße ist größtes Problem

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Neue Prioritätenliste zu maroden Straßen ist fertig. Auch unbefestigte Pisten berücksichtigt

Die Auflistung mit jenen Straßen, die in der Stadt einschließlich der Ortsteile den größten Erneuerungsbedarf haben, ist fertig. Am Dienstagabend lag sie den Mitgliedern im Bauausschuss vor und ging ohne weitere Diskussion, aber mit einem Dankeschön an das Bauamt für die akribische Vorarbeit, durch. Bevor die Prioritätenliste zum kommunalen Gesetz wird, muss sie noch von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen werden. Deren Zustimmung gilt als sicher.

Das Bauamt hatte vor dem Aufstellen der Prioritätenliste sämtliche Straßen in der Stadt selbst und in den Ortsteilen bewertet. Der bauliche Zustand spielte dabei ebenso eine Rolle wie die Anzahl der dort Wohnenden, die derzeitige Befestigungsart, die städtebauliche Bedeutung.

Insgesamt bewertete das Amt über 50 Kilometer Straßen mit zirka 280 Einzelabschnitten. Die höchste Punktzahl und damit den größten Erneuerungsbedarf hat danach die Zimmerstraße zwischen Bürgerstraße und Friedrichstraße.


Aufstellung von 2007 ist ad acta gelegt


Ausgehend von seiner Erhebung hat das Bauamt dann die Prioritätenliste zusammengestellt. In fünf Ränge unterteilt sind dort 13 Straßen bzw. Straßenabschnitte aufgeführt. Sie sollen, wenn die Kommune das notwendige Geld hat, nach und nach ausgebaut werden. Bauamtsleiter Martin Hahn kündigte Dienstagabend an: „Wir werden uns jetzt noch detaillierter mit den einzelnen Bereichen beispielsweise in puncto Kosten und auch in Bezug auf den Erneuerungsbedarf seitens des Abwassereigenbetriebs und der Stadtwerke befassen.“ Von den Ergebnissen hänge dann auch ab, welche Straßen aus den fünf Rängen zuerst in Angriff genommen werden können. Fakt ist, dass die Anwohner entsprechend der Straßenausbaubeitragssatzung an den Kosten beteiligt werden.

Die am Dienstagabend auf den Weg gebrachte Prioritätenliste löst die aus dem Jahr 2007 ab. Auf jener hatten die Abgeordneten ausschließlich unbefestigte Pisten nach der Reihenfolge ihres Ausbaus geordnet. Sie ist ad acta gelegt, weil sich zunehmend auch Straßen im innerstädtischen Bereich, die zwar befestigt sind, sich aber in einem desolaten Zustand befinden, gemacht werden müssen. Befürchtungen, dass mit der neuen Systematisierung die unbefestigten Straßen keine Berücksichtigung mehr finden, seien unbegründet, so der Bauausschuss mit Verweis auf den Kornblumenweg und die Mozartstraße.

Sollten sich allerdings Lindenberger Hoffnung gemacht haben, dass sich die Feldstraße oder die Wald- bzw. die Waldhausstraße, die beide ja nicht befestigt sind, auf der Prioritätenliste finden, dann erfüllen sich diese nicht. Seit Jahren kämpfen Lindenberger um die Verbesserung der Straßenverhältnisse in ihrem Ortsteil, landeten bei der Bewertung ihrer Wegverbindungen aber nicht auf vorderen Plätzen.  

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erstellt am 28.Jan.2016 | 08:00 Uhr

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