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Der Prignitzer

06. Dezember 2016 | 22:47 Uhr

Birkholz : Wolf hat erneut zugebissen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Keine Atempause in Birkholz: In der Nacht zu gestern ist die Herde von Schäfermeister Marc Mennle erneut von einem oder mehreren Wölfen heimgesucht worden. Landwirt Viktor Podbielski, dem das Weideland gehört, sagte dem Prignitzer gestern morgen : „Herr Mennle ist total geknickt, die Herde ist durch den Angriff in alle Winde zerstreut.“ Trotz des Einsatzes von Herdenschutzhunden sei der Angriff nicht zu verhindern gewesen, erklärte Mennle. Mindestens zwei Schafe wurden getötet. Gestern Nachmittag war die Lage noch unübersichtlich. Einige Schafe konnten eingesammelt werden, 15 blieben aber noch verschwunden.

Nachdem bereits am Donnerstag Wolfsschadensgutachter vom Landesamt für Umwelt (LfU) zur Untersuchung des Vorfalls nach Birkholz kamen, mussten sie gestern erneut anrücken. „Vieles spricht für Wolfsrisse, aber die Untersuchungen sind noch nicht zu Ende“, so Thomas Frey vom LfU. Die Gutachter würden versuchen, vor Ort einen Weg zu finden, wie die verbliebenen Tiere vor weiteren Angriffen zu schützen sind. Zudem sei man in großer Sorge um die ausgebrochenen Schafe, sie können auf Straßen und Bahngleise laufen. Das Landesamt könne zur Absicherung im Notfall Materialen verleihen, mit denen etwa die Schutzzäune erhöht werden können.

Mennle aber konnte und wollte seine Herde nicht weiter auf der Weide belassen und brachte sie gestern am späten Nachmittag mit Unterstützung des Biosphärenreservates in Sicherheit.


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erstellt am 14.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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