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Der Prignitzer

29. September 2016 | 05:19 Uhr

ALTERSGERECHTES WOHNEN IN KARSTÄDT : Wohnpark für Senioren

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Bewegung im Vorhaben Pflegezentrum in Karstädt / Info-Busfahrt nach Cloppenburg geplant

Nach mehr als zehn Jahren sollen jetzt lang gehegten Plänen und vielen Erwartungen zum Thema Pflegezentrum Taten folgen: Darüber informierte Karstädts Bürgermeister Udo Staeck auf der jüngsten Gesprächsrunde der VS-Ortsgruppe. „Der Bauherr will demnächst mit einer Broschüre über sein Vorhaben informieren“, so der Bürgermeister. Das bestätigt auf Nachfrage Harry Brehmer, Mitarbeiter der AT Immobilien Prignitz GmbH & Co. KG, die als Bauherr und Vermarkter auftritt. Entstehen sollen 72 Appartements von je 24 Quadratmetern.

Finanziert werden soll das Vorhaben über Eigenmittel und private Geldanleger. „Dazu möchten wir 40 Notarverträge abschließen. Sind 60 Prozent der Appartements verkauft, soll mit dem Bau begonnen werden“, so Brehmer, der dem Vorhaben optimistisch entgegen sieht. Bei Interesse sollen auf dem Gelände am ehemaligen Sägewerk auch Bungalows mit alten- und behindertengerechten Wohnungen entstehen. Vorerst ist ein Musterbungalow geplant.

„Bestellt haben wir für das Frühjahr einen Bus mit 36 Plätzen, mit dem Bürger der Gemeinde und Interessenten am Bau nach Cloppenburg fahren können, um sich dort ein Pflegezentrum gleicher Art anzusehen, wie es in Karstädt gebaut und geführt werden soll. Geführt wird der Senioren-Wohnpark in Cloppenburg – ein zweites Haus ist derzeit im Bau – durch den Träger Cura Vitalis GmbH, der auch den geplanten Senioren-Wohnpark in Karstädt übernehmen soll“, berichtet Brehmer.

Der AT Immobilien Prignitz bleibt Zeit bis zum 30. November, um das Bauvorhaben anzugehen. So sieht es ein letztmaliger Verlängerungsvertrag zwischen der Gemeinde und dem Bauherren vor. Ein erster B-Plan-Vertrag war 2006 unterzeichnet worden, dem folgte ein Anschlussvertrag von 2012 mit drei Jahren Gültigkeit. Das Ganze verzögerte sich auch dadurch, dass Geschäftsführer Alfons Tewes erst seit 2013 als Eigentümer der Bebauungsfläche am Sägewerk eingetragen ist. „Spätestens zum 30. November sollte ein Bauantrag gestellt bzw. ein sonstiger Baufortschritt zu sehen sein. Ansonsten muss der Bauherr die Kosten für den Bebauungsplan, knapp 20 000 Euro, für den die Gemeinde 2006 in Vorleistung ging, an uns zurückzahlen“, erklärt Bauamtsleiter Christian Gadow.

Ein weiterer Vorhabenträger, die Terra Plan GmbH Seehausen, plant auf einem Teilstück einer Kleingartenanlage an der Postliner Straße den Bau eines Netto-Marktes sowie nach Bedarf sechs bis neun Bungalows mit altengerechten Wohnungen. „Die Bauanträge sind gestellt, wir warten sehnsüchtig auf die Baugenehmigung, um beginnen zu können“, meint Projektentwickler Frank Wiechmann. Verbunden mit einer Genehmigung sind das Umsetzen einer Bushaltestelle und die Anbindung der Bebauung an die Landesstraße.

Ein dritter Standort für ein Altenpflegeheim in Karstädt wäre die Möllerwiese, wo eigentlich die KMG Kliniken eine entsprechende Einrichtung bauen wollten, aber aus strategischer Ausrichtung der KMG Kliniken Gruppe sich mittlerweile zurückgezogen haben. Die Verwaltung versucht auch dort einen Investor zu finden, der sich dann mit den KMG Kliniken, denen das Grundstück gehört, einigen müsste.

 

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