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Der Prignitzer

03. Dezember 2016 | 22:51 Uhr

Großinvestition in Pritzwalker Industriekomplex : Wohnen in der alten Tuchfabrik

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Stadt Pritzwalk stellte die entstandenen Quartiere vor und gab einen Ausblick auf die Erweiterung des Museums.

Die Quandtsche Tuchfabrik ist das größte Investitionsprojekt derzeit in Pritzwalk und wird es wohl auch bis auf weiteres bleiben. In drei Bauabschnitten wird der ehemalige Industriekomplex völlig umgebaut und saniert. Um den Pritzwalkern zu zeigen, was derzeit in der alten Tuchfabrik passiert, die den wirtschaftlichen Aufstieg der Industriellenfamilie Quandt in Pritzwalk und Deutschland begründet hat, öffnete die Stadtverwaltung am Sonnabend zum sechsten Mal dort die Türen. Mehr als 500 Interessierte kamen, um zu erfahren, was in den ehemaligen Industriehallen passiert.

Bereits zum Jahresanfang war der erste Bauabschnitt abgeschlossen worden und konnte an die Pritzwalker Bildungsgesellschaft übergeben werden. Der Bereich befindet sich in dem Gebäudeteil, der direkt an die Dömnitz grenzt. Auch hier konnten die Besucher einen Blick in den einen oder anderen Raum werfen.

Zum letzten Mal stellte die Stadtverwaltung der Öffentlichkeit die 30 Wohnungen vor, die im Kopfbau, dem ehemaligen Verwaltungsteil, entstanden sind. Lichtdurchflutete Räumlichkeiten, moderne Bäder, ein Wohnraum mit offener Küche und – wo es die Möglichkeit gibt – schließt sich sogar ein kleiner Balkon an. Zu jeder Wohnung gehört ein separater Abstellraum im langen Nebenflur des Gebäudes. „Die Nachfrage nach den Wohnungen ist sehr gut. Wir haben eine lange Liste mit Interessenten und die Hälfte der Wohnungen ist bereits vermietet“, sagte Ellen Prill, Geschäftsführerin der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft (WBG) in Pritzwalk. Die Wohnungen sollen Ende Dezember an die WBG übergeben werden.

Für drei Wohnungen wird dieses Ziel allerdings nicht zu halten sein. Denn es gab einen Wasserschaden auf der Baustelle. Vor einer Woche war ein Wasserleitungsrohr gebrochen, hatte Wohnungen unter Wasser gesetzte. Die Pritzwalker Feuerwehr war vier Stunden im Einsatz und konnte Schlimmeres verhindern.

Wie Bürgermeister Wolfgang Brockmann informierte, sei die Sanierung der betroffenen Wohnungen in die Wege geleitet. Die Übergabe der drei Quartiere werde sich nun jedoch etwas verzögern.

Der dritte und letzte Bauabschnitt soll Ende 2017 fertig gestellt sein. Es handelt sich um den Erweiterungsbau für das Pritzwalker Museum. Neben den eigentlichen Museumsräumen, die die jetzige Fläche des Museums mehr als verdoppeln werden, gibt es auch den Aussichtsturm. Dieser wird durch ein Treppenhaus und nur ohne Aufzug zu erreichen sein. Wer nach oben klettert, genießt einen weiten Blick über die Dächer der Stadt. „Die Aufgänge sollen als zusätzliche Ausstellungsflächen genutzt werden“, erklärte Dietmar Sachs vom Rechtsamt der Stadt Pritzwalk bei den Führungen durch die frühere Tuchfabrik.

Zum Abschluss des Projektes Tuchfabrik werden die Außenfassade und der Außenbereich in Ordnung gebracht. Finanziert werden Sanierung und Umbau mit Fördermitteln von Land und Bund, aus Eigenmitteln der Stadt und einer Spende der Familie Quandt von einer Million Euro.  

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