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Der Prignitzer

04. Dezember 2016 | 09:10 Uhr

Pflanzaktion für das Frühjahr : Wittenberge soll aufblühen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Seit gestern kommen Frühblüher in die Erde / Stadtwerke und Betriebshof machen es möglich

Tausende Zwiebeln von Krokussen, Narzissen, Tulpen und Co. kommen seit gestern in der Stadt sowie in Bentwisch und Hinzdorf in die Erde: Denn Wittenberge soll im nächsten Frühjahr im wahrsten Sinne des Wortes aufblühen. Möglich machen das die Stadtwerke, die die Pflanzaktion finanzieren. Partner an ihrer Seite ist der Stadtbetriebshof. Dafür, dass die Blumenzwiebeln ordnungsgemäß im Erdreich versenkt werden, sorgt Oliver Herz, Inhaber der Firma Blumenoli aus Bad Belzig.

Wie viele Frühblüher er in den nächsten Tagen in die Erde bringt, stand gestern noch nicht ganz genau fest. „Die Zahl wird sich aber auf jeden Fall im größeren fünfstelligen Bereich bewegen“, sagt Andreas Grieswald, Chef des städtischen Betriebshofs.

Möglich ist die Aktion, weil die Stadtwerke dank eines neuen Partners den zertifizierten Ökostrom – gewonnen beispielsweise aus Wasserkraft – zu etwas günstigeren Konditionen erwerben können, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführerin Eveline Geisler. Umgelegt auf die Kunden, würde sich diese Ersparnis so gut wie nicht bemerkbar machen. „Aber wir wollen etwas Gutes für Wittenberge tun, die Stadt soll davon profitieren“, sagt Geisler. Gemeinsam mit dem Aufsichtsrat sei die Idee entstanden, tausende Frühblüher zu setzen.

Gestern früh startete die Aktion in Bentwisch. Auf der Grünfläche an der Kirche sollen im kommenden Jahr tausende Krokusse blühen. 5400 Zwiebeln hatte Herz dabei. Bei diesen Mengen wird nicht per Hand gepflanzt, sondern maschinell in einem Zug. Herz erklärt, wie seine Technik funktioniert. Ein Tellerrad schneidet den Rasenboden auf. Ein Schar zieht die Pflanzrinnen. Per Förderband werden die Blumenzwiebeln im gewünschten Abstand aus einem Trichter in den Boden transportiert. Anschließend wird die Erde wieder verschlossen. Zwischen 200 und 300 Blumenzwiebeln kommen auf den Quadratmeter.

„Wir haben in Absprache mit den Stadtwerken Bereiche ausgesucht, wo die Frühblüher von Fußgängern, aber auch von Autofahrern gut wahrgenommen werden“, sagt Grieswald. In Hinzdorf beispielsweise werden die Zwiebeln auf eine Fläche nahe der scharfen Straßenkurve, in Wittenberge werden sie beispielsweise auf dem Zugang zur Elbuferpromenade und auf der Freifläche in der Dr.-Salvador-Allende-Straße bei der Schule gepflanzt.

Die Zwiebeln sind so gewählt, dass das große Blühen möglichst schon im frühen Frühling beginnt und dann bis in den Mai hinein anhält. Einige spezielle Sorten blühen sogar im Herbst. Die bevorzugten Farben: Rot, Gelb, Blau. „Das sind unsere Stadtwerke-Farben“, sagt Eveline Geisler.  

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erstellt am 02.Nov.2016 | 05:00 Uhr

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