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Der Prignitzer

06. Dezember 2016 | 13:06 Uhr

Wirtschaftsförderung nun gemeinsame Sache

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Stadtverordnete aus Perleberg und Wittenberge beschlossen einstimmig Gesellschaftervertrag

Zum 1. Januar 2017 wird die Technologie- und Gewerbezentrum Prignitz GmbH in eine gemeinsame Gesellschaft umgewandelt. Einstimmig beschlossen die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlungen von Perleberg und Wittenberge am Mittwochabend den Gesellschaftervertrag. Damit managen beide Städte ihre Wirtschaftsförderung gemeinsam.

Alle formalrechtlichen Beschlüsse, die im Vorfeld notwendig waren, fielen einstimmig aus. Vor der Sitzung gab es allerdings noch einmal ein Treffen der Fraktionsvorsitzenden beider Parlamente. Dabei wurden Fragen abgeklärt und im Gesellschaftervertrag festgeschrieben, die ein Garant dafür sind, dass Perleberg sich in eine finanziell von Grund auf gesunde Gesellschaft einkauft.

Einigkeit herrschte auf ganzer Strecke darin, dass es sich nicht nur um einen historischen Akt, eine neue Qualität der Zusammenarbeit beider Städte handle, sondern damit diese auch zukunftsfähig gemacht werden, wie die Diskussion unterstrich.

Man sei bereit zu Wandel und Veränderung und liefere den Beweis, dass Wirtschaftsförderung gemeinsam betrieben werden kann. Breite Zustimmung kam auch aus der Wirtschaft, für die Christian Winkelmann von der Wirtschaftsinitiative Westprignitz und Klaus Voigt, Geschäftsführer des Perleberger Unternehmens Vion Food, das Wort ergriffen.

Wirtschaftsminister Albrecht Gerber unterstrich, dass sich die Prignitz zu einem Drehkreuz und Umschlagplatz zwischen Hamburg und Berlin entwickelt habe, der Hektik der Metropolen ein eigenes Konzept entgegenstelle, das auf Vereinbarkeit von Beruf und Familie, auf Tourismus setze. Hinsichtlich der Kreisstadtfrage, über die der Landtag entscheiden werde, betonte er, dass eine kluge, engagierte Bewerbung hilfreich sein werde. Zuvor bescheinigte er der Prignitz mit Blick auf das Erfolgsmodell Regionale Wachstumskerne (RWK), dass hier überaus konstruktiv und zielorientiert zusammengearbeitet werde.

Als dauerhafte Vertreter der beiden Städte wurden die Bürgermeister Annett Jura und Dr. Oliver Hermann in den Aufsichtsrat entsandt. Für die SPD wurde von Wittenberger Seite Marcel Elverich bestellt, für die CDU Detlef Benecke. Für Perleberg sitzen Dirk Rumpel (Linke) und Andreas Höpke (CDU) in diesem Gremium.

 

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erstellt am 24.Nov.2016 | 10:00 Uhr

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