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Der Prignitzer

07. Dezember 2016 | 09:41 Uhr

Genug Salz eingelagert : Winterdienst steht in Startlöchern

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Kreisstraßenmeisterei stellt zwei neue Fahrzeuge in Dienst / In der Übergangszeit an kritischen Punkten vorsichtig fahren

Insgesamt 317 Straßenkilometer hat die Kreisstraßenmeisterei in Perleberg zu betreuen, im Sommer wie im Winter. Gerade laufen die Vorbereitungen für den Winterdienst. „Der letzte Winter war von der Stärke her analog zum Vorjahr. Es zieht sich ins neue Jahr hinein. Den eigentlichen Aufwand spüren wir wahrscheinlich erst im Januar“, vermutet Michael Becker, Werksleiter der Kreisstraßenmeisterei in Perleberg. Vom dortigen Betriebshof aus werden die Kreisstraßen betreut.

Die Salzhalle auf dem Hof in der Wilsnacker Straße sei jedenfalls schon im Mai und Juni aufgefüllt worden. Bei einem Fassungsvermögen von 1200 Tonnen mussten etwa 600 Tonnen Salz nachgeordert werden, das in den Sommermonaten deutlich günstiger zu haben sei. „Ich glaube 2011/12 war das, wo zeitgleich vom Kap Arkona bis zum Bodensee der Winter einbrach und es deutschlandweit zu Lieferengpässen kam“, erinnert sich Becker. Seitdem aber auch die Autobahnmeistereien in ihren Lagerkapazitäten deutlich nachgebessert haben, entspanne sich damit auch die Konkurrenzsituation im Nachbestellungsfall für die kleineren Straßenmeistereien. Reines Salz werde mit den Wagen aber nicht mehr verstreut, auch aus Umweltgründen, sondern es handle sich um sogenanntes Feuchtsalz mit einem 30-prozentigen Sole-Anteil.

Die zum Perleberger Fuhrpark gehörigen Fahrzeuge sind allesamt für das Aufsetzen von Streugeräten geeignet. „Wir haben in 2016 zwei neue Fahrzeuge beschafft, die in den nächsten Wochen in Dienst gestellt werden“, so Michael Becker. Dabei handelt es sich um einen Lkw mit einem Streuaufsatz von 4 Kubikmetern Fassungsvermögen, sowie einen Dreiachs-Lkw mit 8 Kubik. „Die Fahrzeuge, die wir im Sommerdienst im Einsatz hatten, bekommen die Aufsätze angelegt, dann führen wir eine Funktionsprobe durch und justieren die Fahrzeugcomputer“, beschreibt Becker die Vorbereitungen. Dazu kommen drei reine Solesprüher mit einem Fassungsvermögen von jeweils 10 000 Litern. Diese kämen vorrangig präventiv zum Einsatz, aber auch bei Winterdienstfahrten ohne extremen Schneefall auf den Fahrbahnen. Gefahren werden sie von neun Winterdiensttouren, die jeweils doppelt besetzt sind, sprich: 18 Kraftfahrer, die im Extremfall im Zweischichtbetrieb fahren. Werkstattmitarbeiter und Einsatzleiter sichern Koordination, Nachfüllung und Reparaturen während der Schichten. „Je nach Witterung werden die Bereitschaftsdienste ausgerufen, so dass die Kollegen nach Feierabend, am Wochenende und Feiertags abrufbar sind“, so Michael Becker. Schwerpunkte in der Beräumung, wie der Landesbetrieb sie etwa auf stärker befahrenen Strecken setze, gebe es für den Kreis nicht.

Ein Problem an sich ist die schiere Weitläufigkeit des Landkreises. „Wir agieren von Gumtow bis Meyenburg, von Groß Warnow bis nach Lenzen.“ Aufgrund des großen Territoriums sei schwer einzuschätzen, wo welche Winterdienstmaßnahmen notwendig sind. „Im Gumtower Bereich haben wir eher Probleme mit Schneeverwehungen, während es um Lenzen herum ganz anders aussehen kann“, erklärt der Werksleiter. Ob dann immer gleich der große Einsatz gefahren werden muss oder punktuelle Maßnahmen ausreichen, werde kurzfristig entschieden. Für die Mitarbeiter der Kreisstraßenmeisterei heißt das aber in jedem Fall, dass sie lange Touren haben und dabei auch viele Leerkilometer zurücklegen müssen. „Die Touren beginnen in der Regel um 0 Uhr und dauern so um die sechs Stunden“, erklärt Becker. Man wolle immer mit Einsetzen des Berufsverkehrs geräumt haben.

Auch der beste Winterdienst könne aber nicht an allen Punkten für hundertprozentig sichere Straßen sorgen. Michael Becker rät daher gerade in der aktuellen Übergangsphase zur besonderen Aufmerksamkeit für die Straßenverhältnisse. Während der ersten Frostnächte sollte man auf Brücken, an Durchlässen und in Unterführungen verstärkt auf die Straßenverhältnisse Acht geben.

 



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erstellt am 28.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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