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Der Prignitzer

04. Dezember 2016 | 17:19 Uhr

Erfolgreicher Taubenzüchter : Weiße Mittelhäuser überzeugten die Jury

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Gulower Taubenzüchter und Wittenberger Vereinsvorsitzender Rico Fathke holte am Wochenende in Erfurt mit seinen Tauben den deutschen Meistertitel

Knapp 2000 Taubenzüchter aus ganz Deutschland präsentierten am vergangenen Wochenende insgesamt 22 500 Tiere bei der deutschen Rassetaubenschau in Erfurt. Und einer von ihnen war Rico Fathke aus Gulow, der der Vorsitzende des Wittenberger Rassegeflügelvereins 1889 e. V. und Umgebung ist, und weitere etwa 20 Prignitzer Züchter. „Wenn man die passenden Tiere hat, möchte man sie ja auch auf Bundesebene präsentieren“, sagt Fathke. Und er hatte in diesem Jahr konkurrenzfähige Jungtauben, reiste mit zehn Exemplaren nach Erfurt. Seine bevorzugte Rasse sind die Mittelhäuser mit dem Farbschlag weiß. „Das sind die bekanntesten“, sagt Fathke. Stolz erzählt er, dass er mit seinen Tieren, die besten fünf kommen in die Wertung, deutscher Meister mit einer Punktzahl von 476 (Mindestpunktzahl ist 472) wurde und noch weitere Preise holte. Er musste sich in seiner Rassewertung mit 22 Konkurrenten messen. Im Schnitt bringt jeder Züchter zehn, zwölf Tiere mit. „Das freut einen dann schon“, sagt Fathke über seinen Sieg eher bescheiden. Für ihn war es nach 2011 (deutscher Meister) und 2012 (Europameister) der dritte große Titel.

Jeder organisierte Züchter kann an einer deutschen Meisterschaft teilnehmen. „Ich war das sechste Mal dabei. Es ist ja auch immer eine Kostenfrage“, so der Gulower. Und dabei stand die Erfurter Rassetaubenschau „auf Messers Schneide“, wie Fathke meint und erklärt: „Aufgrund der Vogelgrippe wollten Veterinäre aus Thüringen die Veranstaltung aus Sicherheitsgründen absagen. Doch Funktionäre vom BDRG (Bund Deutscher Rassegeflügelgezüchter, Anm. d. Red.) haben sich für die Schau eingesetzt. Die Ausstellungsleitung ging Kompromisse ein. So durften Tiere nicht verkauft oder getauscht werden.“ Das hatte Fathke ohnehin nicht vorgehabt. Für ihn war es wichtig, zu sehen, „wo stehe ich in der Konkurrenz“.

Das wollte auch sein Spross Malte, der Strasser züchtet und am kommenden Wochenende bei der Bundesjugendschau in Leipzig seine Tiere präsentieren wollte. „Die wurde aber abgesagt, schade“, so Rico Fathke, der sich darüber freut, „dass wir vom Verein unsere Kreistierschau im Oktober noch durchführen konnten. Auch nächstes Jahr im Oktober werden wir wieder eine veranstalten“, sagt der Wittenberger Vereinsvorsitzende, der 1996 unter die Taubenzüchter gegangen ist und in seinem Partyraum diverse Auszeichnungen hängen und Pokale stehen hat. Er geht jedes Jahr ab Februar mit zehn Zuchtpaaren in die Saison, das sei schon optimal. Bis Jahresende habe er 60 bis 80 Junge. „Ein Züchter muss sich aber auch von Tieren trennen können.“ Er hat sich ein Netzwerk zu anderen Züchtern aufgebaut, verkauft Tiere. „Andere werden auch der Küche zugeführt“, wie er es augenzwinkernd nett formuliert.  

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erstellt am 01.Dez.2016 | 12:00 Uhr

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