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Der Prignitzer

07. Dezember 2016 | 21:20 Uhr

Einwohnerversammlung in Spiegelhagen : Weg, Teich, Graben sorgen für Ärger im Dorf

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Stets von den Einwohnern kritisiert, doch geändert habe sich nichts / Verwaltung will Bann nun brechen

Drei Dinge liegen den Spiegelhagenern schwer im Magen: Sommerweg, Graben und Löschteich – „und das seit etlichen Jahren“, so das Resümee der Einwohnerversammlung.

Und allmählich hat das Dorf den Glauben verloren, dass sich an den Zuständen noch etwas ändert. Doch genau das versprach Ute Brüggemann als stellvertretende Bürgermeisterin. Zumindest werde die Verwaltung sich an Ort und Stelle ein Bild vom Zustand machen. Dort, wo die Stadt in der Verantwortung sei, werde man aktiv, ansonsten werde man die Zuständigen ermahnen, ihre auch wahrzunehmen.

Letzteres trifft auf den Sommerweg neben der Dorfstraße zu. In Hoheit des Landesbetriebes für Straßenwesen wurde besagter auch in diesem Jahr ausgebessert. „Doch wie! Löcher, in denen das Regenwasser stand, wurden aufgefüllt. Wenige Tage später waren die Löcher wieder da“, berichten die Einwohner sichtlich erbost über den Unsinn, der hier fabriziert wurde, wie sie sagen. Das Granulat, das man aufgebracht hat, hüllt das Dorf mit jedem Fahrzeug im Sommer in eine riesige Staubwolke. Ist es draußen nass, schleppe man sich den ganzen Dreck in Haus und Fahrzeug.

Ortsvorsteher Holger Schelle versuchte die Gemüter etwas zu beruhigen. Er habe mit einem Verantwortlichen in Potsdam gesprochen. Der habe ihm zugesichert, dass man sich die Sache ansehen werde. Er soll die Auffassung vertreten haben, dass bald eine Lösungen gefunden werden müsse.

Auch den Satz haben die Spiegelhagener schon oft gehört, doch viel geändert habe sich nicht. Stichwort Graben. Der gehört ebenfalls dem Landesbetrieb und ist gedacht für die Straßenentwässerung. Kyritz zieht sich aber hier aus der Verantwortung mit dem Argument, dass Wasser von den Grundstücken in den Graben laufe. Damit sei man für die Unterhaltung nicht zuständig.

Das Gerangel um die Zuständigkeit gehe nun schon seit Jahren. Anfangs haben etliche Anlieger den Graben selbst in Ordnung gehalten, ihn gemäht. Sie sind inzwischen nicht nur in die Jahre gekommen, ungeklärt ist einfach die Frage, wer tritt ein, wenn bei den Arbeiten etwas passiere. Und auch die Antwort auf die Frage, wohin mit dem großen Stein, den man aus dem Graben geholt hat, war alles andere als motivierend: „Schmeißen Sie ihn einfach wieder rein.“

Ute Brüggemann versprach, dass die Stadt auch hier noch mal nachfragen werde, wie sie auch ein sogenanntes Unterstützerschreiben hinsichtlich schnellstmöglicher Veränderungen am Sommerweg Richtung Kyritz senden wolle.

Was die Aufnahme des Stücks ehemalige B 189, die mit der neuen Umgehungsstraße zur Sackgasse wurde, in den Winterdienst betreffe, so wolle die Verwaltung schauen, was da machbar sei. Gleiches, um zu unterbinden, dass in diesem Bereich aufs Gaspedal getreten wird, ohne Rücksicht auf spielende Kinder.

In Hoheit der Stadt sind auch die beiden Feuerlöschteiche. Einer funktioniere, der andere müsse dringend saniert werden. Auch dessen Umzäunung halte nur noch der gute Wille zusammen und die Auffahrt sei nur Makulatur. Der Grund: Ein Gully, eine zu schmale Zufahrt und dahinter eine Klärgrube, deren Abdeckung keiner mehr so recht vertraut.

Uwe Schleich, zuständig für Feuerwehr und Katastrophenschutz bei der Stadt, sah sich die Sache tags darauf gleich an. Voraussetzung, um das Projekt in Angriff zu nehmen, ist eine Löschwasseranalyse. Vor dem Frühjahr könne diese aber nicht erfolgen, bestätigt auf Nachfrage Hauptamtsleiter Axel Schmidt, in dessen Ressort auch die Feuerwehr fällt. Die Umzäunung habe zwar ihre besten Zeiten hinter sich, doch sie erfülle noch ihren Zweck. „Ist der Löschwasserteich weiterhin notwendig, wird er saniert und bekommt dann auch eine neue Umzäunung“, so der Hauptamtsleiter. Hoffentlich noch vor der nächsten Einwohnerversammlung 2017 in Spiegelhagen.  

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erstellt am 25.Nov.2016 | 05:00 Uhr

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