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Der Prignitzer

26. September 2016 | 09:04 Uhr

Tag der Offenen Tür in Glöwen : Wasserwerk versorgt elf Orte

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Westprignitzer Trink- und Abwasserzweckverband gewährte nach Abschluss der Modernisierung Blick in Glöwener Anlage

Dreht man den Wasserhahn auf, dann fließt das Nass. Aber wo es herkommt, das wissen oft die wenigsten. Der Westprignitzer Trink- und Abwasserzweckverband (WTAZV) öffnete die Türen seines Wasserwerkes in Glöwen, um zu zeigen, wo das Trinkwasser produziert wird, das da frisch und zuverlässig aus den Hähnen fließt.

Seit 1977 wird in Storbeckshof bei Glöwen Trinkwasser gewonnen. Nach umfangreichen Sanierungen und Investitionen von fast 700 000 Euro in den vergangenen Jahren kommt aus Glöwen zuverlässig Trinkwasser für etwa 1800 Einwohner in elf Orten. Drei Brunnen gibt es in Glöwen, die zwischen 40 und 70 Meter tief sind. Der große Berg, den man hier schon von weitem sieht, ist kein Rodelberg. Das sind die Wasserspeicher. Zweimal 300 Kubikmeter Wasservorrat werden hier vorgehalten. Eine Menge, die ausreicht, um alle angeschlossenen Orte drei Tage mit Trinkwasser zu versorgen. 250 000 Liter Wasser pumpt das Glöwener Wasserwerk täglich in die Leitungen. Damit das auch in entsprechender Qualität passiert, muss das Wasser zunächst durch zwei Filter, bevor es unter Druck in die Versorgungsleitungen kommt. In den Filtern werden Eisen und Mangan ausgefiltert. „Alle 30 Tage etwa müssen wir die Filter reinigen, um die Qualität des Trinkwassers zu halten“, erläutert Detlef Gottwald, Technischer Leiter beim WTAZV, am Tag der offenen Tür den Besuchern. Für den Fall, dass mal der Strom ausfalle, gibt es ein Notstromaggregat in Glöwen, um die Wasserversorgung aufrecht zu erhalten. Das Glöwener Leitungsnetz ist 41,9 km lang und versorgt seit kurzem auch die Orte Bendelin, Zichtow und Karlsruhe. Bislang erfolgte dies über ein kleines, eigenes Wasserwerk.

„Die Einwohner in unserem Einzugsbereich sind eigentlich schon sehr sparsam mit dem Trinkwasser. Das unterscheidet sich sehr von städtischen Strukturen. Vielleicht ist aber auch die Altersstruktur ein Grund dafür, führt Silvia Klann, Verbandsvorsteherin des WTAZV, an. Während im Bundesdurchschnitt jeder Einwohner etwa 120 Liter Wasser pro Tag verbraucht, sind es in der Glöwener Region nur etwa 90 Liter pro Tag. Eigentlich könne man nicht wirklich richtig Wasser sparen, sagt Silvia Klann. In unserer Region werden aber zum Beispiel für die Bewässerung von Beet und Garten oft Regenwasservorräte genutzt.
Neben zahlreichen Einwohnern aus Glöwen und der näheren Umgebung hatte sich vor allem die Glöwener Grundschule diesen Tag für einen Wandertag auserkoren, um hier an verschiedenen Stationen viel Interessantes über das Trinkwasser zu erfahren, das Zuhause und auch in der Schule ganz selbstverständlich aus dem Hahn fließt.  




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