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Der Prignitzer

04. Dezember 2016 | 07:07 Uhr

Blüthen : Verkehrschaos nach Unfall mit Schweinelaster

vom

L 13 zwischen Blüthen und Reetz stundenlang gesperrt. Fahrer verletzt

Ausnahmezustand am Montag nach 12 Uhr auf der L 13 bei Blüthen: Ein Schlachtviehtransporter mit 180 Schweinen an Bord kam auf der stark befahrenen Umleitungsstrecke Karstädt-Reetz-Perleberg auf dem Weg zum Schlachthof in Quitzow nach rechts von der Fahrbahn ab und stürzte seitlich in den Straßengraben.

Laut Polizei wollte ein italienischer Lkw den Transporter überholen und kam dabei von der Straße ab. Daraufhin erschrak der Fahrer des Viehtransporters, sein Fahrzeug geriet ins Schlingern und kippte um. Viele der Tiere liefen auf die Straße bzw. den angrenzenden Acker. Kameraden der Feuerwehren Blüthen, Kribbe, Dallmin, Karstädt und Premslin/Glövzin sorgten dafür, dass die Tiere von der Fahrbahn kamen und auf dem Feld zusammengehalten wurden. „So etwas habe ich in meiner 50-jährigen Feuerwehrarbeit noch nicht erlebt“, meinte Heinz Westphal aus Karstädt. Mit Schneid- und Spreizgerät befreite die Feuerwehr zudem eingeklemmte Tiere bzw. holte verletztes und totes Borstenvieh aus dem Inneren des Fahrzeugs. VION schickte einen Ersatztransporter, auf den die 145 lebenden Tiere getrieben und nach Quitzow gebracht wurden. 35 Schweine waren tot bzw. so schwer verletzt, dass sie von VION-Mitarbeitern notgetötet werden mussten. Die Jaeger GbR Blüthen stellte Zaunmaterial für den Abtransport der lebenden Tiere zur Verfügung und brachte die Kadaver nach Quitzow. „Die Kameraden leisteten eine vorbildliche Arbeit. Viele von ihnen kommen aus der Landwirtschaft und wissen, wie man mit Tieren umgeht“, lobte Volker Lehmann, stellvertretender Kreisbrandmeister, die Feuerwehrmänner unter Regie von Einsatzleiter Norman Mundt.

Vor Ort waren neben Feuerwehr und Polizei auch das Veterinäramt, der Schlachtbetrieb VION sowie der Landesbetrieb Straßenwesen und Bodenschutz der Unteren Wasserbehörde. Die Straße Blüthen-Reetz war über Stunden komplett gesperrt. Es bildeten sich lange Staus. Laut Polizei wurde der Verkehr über Dallmin-Berge-Bresch-Reetz bzw. umgekehrt umgeleitet. Die Bergung des Viehtransporters, dessen Fahrer verletzt ins Krankenhaus gebracht wurde, gestaltete sich schwierig. Der Lkw und der Auflieger befanden sich unter einer Hochspannungsleitung, was den Einsatz eines Krans problematisch machte. Geborgen werden musste auch der italienische Lkw, der auf der gegenüberliegenden Ackerfläche nur leicht beschädigt zum Stehen kam. Der Fahrer blieb unverletzt. Der Schaden liegt laut Polizei bei etwa 200.000 Euro.

 

 

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erstellt am 07.Nov.2016 | 16:22 Uhr

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