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Der Prignitzer

04. Dezember 2016 | 02:52 Uhr

Kita wird schick : Unternehmer greifen zum Pinsel

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Wirtschaftsjunioren malern Räume in der Kita Karstädt. 22 Einrichtungen hatten beim Verein um Unterstützung gebeten

In der Karstädter Kita Kinderland werden die Knirpse heute früh große Augen machen: Drei Sporträume und ein Durchgangsraum riechen noch nach frischer Farbe. An den Wänden leuchten violett gemalte Kreise. So haben die Kinder ihre Kita noch nicht gesehen. Am Wochenende haben die Wirtschaftsjunioren Prignitz e. V. einen Arbeitseinsatz gestartet. 22 Einrichtungen hatten sich beworben, die Wahl fiel auf diese Kita.

Von außen macht die sanierte Kita einen tollen Eindruck. „Aber als wir die Räume sahen, konnten wir gar nicht anders entscheiden“, sagt Jenny Porep, Vorstandsvorsitzende des Vereins. Der Zustand sei kaum noch tragbar gewesen, die Räume hätten auch unangenehmen gerochen. Die Freude bei den Erziehern sei groß gewesen, zusammen mit Eltern hätten sie bereits einige Vorarbeiten geleistet. Dennoch gab es viel zu tun.

Um 8 Uhr trafen sich am Sonnabend rund zehn Vereinsmitglieder. „Frisch tapeziert waren die Wände bereits und der Fußboden mit Ausgleichsmasse ausgegossen“, so Porep. Zu verdanken haben sie das André Rudolf aus Stavenow. Er sei ganz kurzfristig eingesprungen. „Ohne ihn hätten wir es nicht geschafft“, gesteht Jenny Porep.

Aber so kommen sie gut voran. Sie streichen Wände, schleifen Zimmertüren ab und lackieren sie neu. Das Malerzubehör hatten sie noch vom vergangenen Jahr. Es war damals ihre erste Aktion. „Die hohe Zahl der Bewerbungen zeigt, wie groß der Bedarf ist und wir werden uns auch im nächsten Jahr engagieren“, kündigt die Vorstandsvorsitzende an.

Für den Verein sei das durchaus ein Kraftakt. Die Mitglieder sind Selbstständige oder haben in Unternehmen eine Führungsposition. Manche müssen auch an den Wochenenden arbeiten. „Ich habe zum Beispiel mein Geschäft in Perleberg heute geschlossen, das bedeutet Verdienstausfall. Aber mir und uns allen liegt diese Aktion am Herzen“, sagt Jenny Porep.

Die aktuelle Diskussion um eine Senkung der Kitabeiträge befürwortet sie nicht. „Wenn Geld übrig ist, wird es für Renovierungen und noch wichtiger für Bildung benötigt. Regelmäßiger Musik- und Englischunterricht wären für die Kinder wichtig“, meint Jenny Porep. Da gebe es einen großen Nachholbedarf in der Region.

 

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erstellt am 10.Okt.2016 | 03:45 Uhr

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