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Der Prignitzer

09. Dezember 2016 | 20:24 Uhr

Schutz vor Flutkatastrophe : Sicherer Altstadtschutz mit Chic

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Am Donnerstag gibt es im Rathaus die Informationen, wie das funktionieren kann

Fest steht: Die Promenade zwischen dem Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) und der Abfahrt in den Nedwighafen bleibt keinesfalls so, wie sie jetzt ist. Die Poller, zwischen denen eine schmale Rinne verläuft, in der bei Hochwasser mobile Spritzschutzwände aufgestellt werden, sollen möglichst bald der Vergangenheit angehören.

Wie die Elbstraße auf diesem Abschnitt künftig aussehen wird, vor allem die Abgrenzung zum Wasser hin, darüber ist nach den Auskünften des Landesumweltamtes und des hiesigen Bauamtes noch nicht endgültig entschieden.

Fakt ist: Spätestens das Hochwasser 2013, das zu einer dramatischen Verteidigung der Altstadt mit Evakuierung zwang, hat gezeigt, dieser Stadtteil muss künftig zuverlässiger geschützt werden. Aber wie?

Hochwasserschutz ist in diesem Bereich nicht möglich, ohne städtebauliche Aspekte zu berücksichtigen. Wer will beispielsweise aus seinem Wohnzimmerfenster auf eine hohe Mauer, statt wie jetzt aufs Wasser gucken? Welcher Vermieter möchte seine Zimmer in bester Elblage künftig anbieten, wenn es mit dem Blick aufs Wasser schwierig ist?

Damit Derartiges künftig nicht das Problem und der Schutz vor großen Fluten gewährleistet ist, haben Landesumweltamt und Stadt gemeinsam Pläne gemacht. „Wir wissen um die sensible Situation, deshalb wollen wir die Bürger so rechtzeitig wie möglich informieren“, sagt Bauamtsleiter Martin Hahn.

Auf der jüngsten Sitzung des Bauausschusses gab Hahn einen ersten Ausblick darauf, wie künftig zwischen WSA und Nedwighafen der Schutz aussehen könnte. „Gedacht ist an eine Variante mit festen und mobilen Elementen.“ Ähnlich wie an der Promenade zwischen Ölmühle und WSA könnten Spundwände gesetzt und als Mauer verklinkert werden. Bei Hochwasser kann die Mauer mit Aluminiumbalken aufgestockt und verschlossen werden. Hahn machte dem Bauausschuss deutlich, wie vielschichtig die in dem Zusammenhang zu klärenden Fragen sind. Welche Höhe ist für die Mauer aus städtebaulicher Sicht vertretbar? Wie hoch muss sie aber mindestens sein, um im Fall der Flut die Deichverteidigung zu gewährleisten?  

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erstellt am 22.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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