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Der Prignitzer

06. Dezember 2016 | 22:52 Uhr

Fahrzeugcheck zum Winter : Sicher durch die dunkle Jahreszeit

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Dekra und Autowerkstätten klären auf, wie man sein Fahrzeug fit für den Herbst und Winter macht / Kostenlose Lichttests

Der Nebel legt sich über die Prignitz, die Sicht ist trüb, die Straßen nass und die Dunkelphasen werden deutlich länger. Für Autofahrer und Berufspendler Zeit, sich über die Wintertauglichkeit des fahrbaren Untersatzes Gedanken zu machen.

Noch den ganzen Oktober über kann man in vielen Werkstätten und auch bei Prüfstellen wie der Dekra sein Fahrzeug zum kostenlosen Lichttest auf den Prüfstand bringen. So unter anderem in der Pritzwalker Dekra-Niederlassung in der Wittstocker Chaussee.

Prüfingenieur Torsten Köhne aus Pritzwalk schildert ein bekanntes Phänomen: „Wenn man jeden Tag mit dem Fahrzeug unterwegs ist, stellt man öfter fest, dass bei anderen Verkehrsteilnehmern die lichttechnischen Einrichtungen defekt sind, das Abblendlicht zu hoch justiert ist, die Nebelschlussleuchten oder Bremslichter nur einseitig leuchten.“ Deshalb sei eine Überprüfung gerade in der dunklen Jahreszeit besonders wichtig, so Köhne.

Neben der Höheneinstellung und kaputten Birnen spielt für ein gutes Lichtbild auch eine Rolle, dass das Scheinwerferglas nicht vergilbt oder matt geworden ist. Der Lichttest bei der Dekra ist gratis, man kann einfach zur Niederlassung kommen, sinnvoll sei aber, sich vorher telefonisch anzumelden. Der Test dauert dann nur so ungefähr fünf bis zehn Minuten. Sind die Prignitzer Autofahrer in puncto Licht Sicherheitsmuffel? „Ich muss zugeben, so sehr stark wird dieses Angebot nicht angenommen, obwohl es überall bekannt gemacht wird. Aber die Autofahrer, die kommen, machen das häufig schon seit Jahren regelmäßig“, so Dekra-Ingenieur Torsten Köhne.

„Kostenlose Lichttest machen wir in der Regel für unsere Kunden. Aber flächendeckend würden wir das nicht schaffen“, betont Kfz-Meister Michael Dreier aus Wittenberge. Auf jeden Fall fragen die Kunden im Moment verstärkt nach dem Licht, standardmäßig werde es zur Hauptuntersuchung immer mit überprüft. „Zum Winterreifenwechsel machen wir noch den Wintercheck, da werden alle Flüssigkeitsstände am Fahrzeug kontrolliert.“ Ebenso mit der kalten Witterung von wachsender Bedeutung seien vernünftig aufsitzende Scheibenwischer. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, könne seine Türgummis mit diversen Pflegemitteln vor Brüchigkeit in der Frostphase schützen. Der Wechsel der Pneus ist der ideale Moment, sie auf das nötige Profil zu überprüfen. „Vier Millimeter sollten es schon sein“, so Torsten Köhne. Zum Reifenwechsel seien Tests von Bremsanlage und Lenkanlage empfehlenswert,

Auf vieles könne man als etwas versierter Fahrzeughalter selber einen Blick haben, nicht immer sei die Fahrt in die Werkstatt nötig, fügt Guido Höpner, Mitinhaber der SH Autoservice GmbH in Perleberg, an. Manche kostenpflichtigen Leistungen seien aber besser als ihr Ruf, dass den Kunden nur etwas aufgeschwatzt werden solle. „Der Wintercheck ist schon absolut empfehlenswert“, sagt Guido Höpner. Dabei werden mit entsprechenden Prüfgeräten auch Belastungstest für die Autobatterie durchgeführt, was nicht nur besonders wichtig sei, wenn die letzte Durchsicht schon eine Weile her ist, sondern auch, weil in einem harten Winter die Pannendienste besonders häufig bei Batterieausfällen gerufen werden.

Bei Dieselfahrzeugen sollte man zudem die Zünd- und Glühanlage überprüfen lassen, denn hier kann auch ein technisch versierter Laie nicht reingucken und abschätzen, ob der nächste Kaltstart bei niedrigen Temperaturen reibungslos funktionieren wird. Aufgrund des höheren Regenaufkommens im Herbst sollten die Scheibenwischer erneuert werden, für die Frostperiode empfiehlt Höpner, sie mit einer Isolierfolie auf der Frontscheibe gegen das Anfrieren zu sichern.

Einen besonderen Tipp hat Höppner noch. Um für eine eventuelle Panne im Winter besser gerüstet zu sein, empfiehlt es sich, eine wärmende Decke im Auto mitzuführen.

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erstellt am 19.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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