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Der Prignitzer

02. Dezember 2016 | 21:09 Uhr

Rudower See : Runder Tisch enttäuscht

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Einwohner setzen sich weiter für Rettung des Rudower Sees ein und hoffen auf mehr Unterstützung

Das Thema Rudower See beschäftigt die Lenzener nach wie vor. Der momentan desolate Zustand des größten Prignitzer Sees war daher auch Hauptthema auf der Stadtverordnetenversammlung in dieser Woche. Hier äußerten sich Parlamentarier und Bürger noch einmal „sehr enttäuscht“ über die von der Biosphärenreservatsverwaltung initiierten Diskussionsrunde „Rambower Moor – Rudower See“ auf der Burg Lenzen am 15. November. Sie sprachen von einer „Alibirunde“ auf der das eigene Moorprojekt in den Vordergrund gestellt wurde, die Möglichkeiten für eine Sanierung des Sees aber untergingen.

Dass sich die Wasserqualität durch den permanenten Nährstoffeintrag aus dem Rambower Moor über den Nausdorfer Kanal in den See nicht kurzfristig verbessern lässt, dessen sind sich die Lenzener bewusst. Einig sind sich Abgeordnete, das Amt Lenzen und die Mitglieder der Arbeitsgruppe (AG) „Rettet-den-Rudower-See“ aber mittlerweile, das zur Rettung des Gewässers nur gemeinsam ein Konzept entwickelt und nach Lösungen gesucht werden kann.

Bürgermeister Christian Steinkopf lud Mitglieder der Fraktionen, der Arbeitsgruppe und das Amt am kommenden Dienstag zu einer Gesprächsrunde in sein Dienstzimmer ein. Hier sollen dann Maßnahmen, die das Amt bisher in die Wege geleitet hat und Ansatzmöglichkeiten für die Akquirierung von Fördergeldern besprochen werden.

„Ich finde die vom Bürgermeister initiierte Runde gut, um gemeinsam das gemeinsame Ziel zu verfolgen. Es geht ja auch darum, die ganzen Befindlichkeiten auszuräumen, eine strukturierte Aufgabenverteilung zu setzen und nach Möglichkeiten zu suchen, wie sich die Arbeitsgruppe einbringen kann“, so AG-Sprecher Ralf Behrens, der die Sitzung nutzte und dem Bürgermeister einen Ordner mit den Unterschriften von rund 1300 Unterstützern der von der Arbeitsgruppe in die Wege geleiteten Petition zur Rettung des Sees übergab.

Den Vorwurf, dass sich die Stadt und das Amt in den vergangenen Jahren zu wenig um die Belange des Sees gekümmert haben, wies Amtsdirektor Harald Ziegeler zurück. Auch in den vergangenen Wochen und Monaten hätten er und Bürgermeister Steinkopf Gespräche mit Behörden und Ministerien geführt, die man fortsetzen wolle. Seiner Meinung nach steht auch das Land Brandenburg gemäß der EU-Wasserrahmenrichtline in der Pflicht.

Nach Auskunft von Ralf Behrens ist die Bevölkerung nach wie vor stark interessiert, sich an dem See und dessen Umfeld betreffenden Maßnahmen aktiv zu beteiligen. So hätten beispielsweise Bewohner der Bungalowsiedlung Hechtsfurth ihre Hilfe angeboten.

Die AG nahm Hinweise der Bürger auf und unterbreitete einen Vorschlag zu einem Arbeitseinsatz. Der soll am 11. oder 25. Februar des kommenden Jahres steigen. Gemeinsam mit dem Prignitzer Kreisanglerverband und der Ortsgruppe Lenzen, Vereinen und Bürgern der Stadt Lenzen will man den Seerundweg wieder auf Vordermann bringen, so „dass er wieder begehbar ist“, sagte Behrens.

Die Organisatoren hoffen dabei auch auf die Unterstützung des Stadtbetriebs. Eine Antwort auf die Frage, ob sich die Stadt am Einsatz mit Technik beteiligen will, blieb das Parlament vorerst schuldig.

 

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erstellt am 25.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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