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Der Prignitzer

02. Oktober 2016 | 00:20 Uhr

Perleberg in aller Munde : Roland und sein süßes Ebenbild

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Martin Kley offeriert schokoladiges Souvenir eigens zum 775. Stadtgeburtstag

Wenn Kochkunst und Kreativität auf Heimatliebe treffen, dann wird daraus entweder ein Kochbuch, ein neues Gericht oder ein süßer Roland. Martin Kley hat sich für den Rittersmann entschieden, der seit dem Jahre 1498 von seinem steinernen Sockel aus über Perleberg wacht. Er steht als Sinnbild für Stadtrecht, eigene Gerichtsbarkeit und damit Freiheit. Und er ist ein beliebtes Fotomotiv für Einheimische wie auch Touristen. So entstand die Idee von dem leckeren Ebenbild.

Geboren zwar in Schwerin, ist Martin Kley jedoch mit Leib und Seele Perleberger, wie er sagt. „Ich bin hier groß geworden, habe ab der 5. Klasse in Perleberg die Schule besucht.“ Sein Herz schlage nun mal für die Prignitz und fürs Kochen. Wen wundert’s, dass er die letztgenannte Leidenschaft zu seinem Beruf gemacht hat. Mittlerweile weiht er bereits andere in den fachmännischen Umgang mit Pfanne und Kochlöffel und in die Künste der Zubereitung von wahren Gaumenkitzeln ein. Martin Kley ist Koch und seit etlichen Jahren auch Ausbilder. Und er hat ein wahres Händchen für alles Kreative.

Die beste Voraussetzung für einen Patissier. Während seiner Ausbildung arbeitete er in einer renommierten Berliner Konditorei, schauten den Meistern über die Schulter, wie sie aus Zuckerwerk mit Modellierholz, Pinsel und Spritzbeutel Kunstwerke zauberten, so eine 1,50 Meter große dreistöckige Torte für die englische Queen.

Auf dieses Können besann sich Martin Kley nun und ging ans Formen und Probieren eines Rolands aus Schokolade. Vor zwei Jahren kreierte er den stattlichen Recken – 23 Zentimeter groß, 400 Gramm schwer, allerdings auch sehr zerbrechlich. Aufwand und Ergebnis standen in keinem Verhältnis, musste der inzwischen auch diplomierte Betriebswirt einsehen.

Die Idee war damit aber nicht gestorben. Vielmehr versuchte es Martin Kley einfach einige Nummern kleiner und kompakter.

Mit einer Tonform ging es wieder los, es folgten zehn Abgüsse aus Gips und schließlich eine aus Latexsilikon speziell für Lebensmittel. Dann endlich war er erschaffen, der süße Roland, der seinem Schöpfer auch gefiel und das gleich in zehnfacher Ausführung.

50 bis 60 Gramm ist er nun schwer, nicht mehr hohl, weitaus preiswerter und er gleicht seinem großen Ebenbild fast wie ein Ei dem anderen. Die ersten schokoladigen Recken in Miniaturausgabe sind bereits als eine Art süßes Stadtjubiläums-Souvenir im „Belluno“, in den Genusswelten, der Confiserie, bei Bäcker Eichler und in der Stadt-Info am Großen Markt erhältlich – natürlich standesgemäß auch ausstaffiert mit dem Logo der 775-Jahrfeier. Dafür sorgte übrigens Mario Zander und bei der Vermarktung wird Martin Kley, der derzeit in Nauen arbeitet, von Marcus Schumacher unterstützt.

Für Martin Kley ist der schokoladige Roland seine Art der Liebeserklärung an die Stadt, die dann hoffentlich bald in aller Munde ist.


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erstellt am 17.Jun.2014 | 08:54 Uhr

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