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Der Prignitzer

08. Dezember 2016 | 15:19 Uhr

Diskussion um Historische Technik : Ritter’sche Dampfmaschine soll in Perleberg bleiben

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Bürgermeisterin soll Finanzierungsmöglichkeiten für Depot ausloten, dabei auch Sponsoring ins Kalkül ziehen

Die Dampfmaschine als technisches Denkmal soll in der Stadt bleiben. Einstimmig votierten die Mitglieder des Hauptausschusses für diesen Grundsatzbeschluss. Im Stadtentwicklungsausschuss konnte dazu keine Abstimmung erfolgen, da jener nicht beschlussfähig war. Der Finanzausschuss votierte dagegen, wobei Dirk Rumpel (Linke), stellvertretender Ausschussvorsitzender, im Hauptausschuss betonte, dass man die Entscheidung aus finanzieller Sicht getroffen habe. „Unsere Aufgabe ist es, vorrangig zu prüfen, was ist finanzierbar. Und wir sind haushaltsmäßig derzeit in der Prüfung.“

Im Rahmen der Einwohnerfragestunde hatten zuvor Frank Brauer, Vorsitzender der Oldtimerfreunde, und seine Mitstreiter Josef Gareis und Torsten Müller für klare Worte gesorgt. An Wolfgang Schulz (SPD) gewandt fragte Gareis, wofür die 10  000 Euro, die jährlich für das Oldtimermuseum im Haushalt der Stadt eingestellt sind, verwendet werden, „bei dem Mindestmaß an Energie und Wasser, das wir verbrauchen?“ Die Antwort blieb man an diesem Abend schuldig, dafür bot Bürgermeisterin Annett Jura an, mit dem Verein das Gespräch zu suchen, was offensichtlich auch dringend notwendig ist.

Frank Brauer führte den Abgeordneten vor Augen, was die Oldtimerfreunde alles auf die Beine stellen und betonte nicht von ungefähr, dass der Verein im Gegensatz zu anderen Zulauf vor allem von jungen Mitgliedern habe und man die Bemerkung, dass der Verein das Oldtimermuseum als bessere Garage nutze, nicht nachvollziehen könne. Ob Sonderführungen oder Events der Stadt, die Oldtimerfreunde sind stets dabei, wenn man sie anspricht.

Torsten Müller stellte dann die Gretchenfrage: „Wie steht die Stadt zur Dampfmaschine?“ Die Oldtimerfreunde haben sich dahingehend klar geäußert. „Wir begleiten die Dampfmaschine, übernehmen den Transport und auch die Restaurierung.“ Der Part der Stadt sei, für eine Unterkunft zu sorgen.

Bürgermeisterin Annett Jura ließ im Statement der Verwaltung keinen Zweifel aufkommen, dass man die Dampfmaschine als ein Zeugnis der Zeitgeschichte der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts in Perleberg auch hier behalten will. Allerdings müsse man noch nach Wegen der Finanzierung für die Unterbringung suchen, so der Tenor der Diskussion. Und das dürfe man nicht auf den St. Nimmerleinstags verschieben, unterstrich Thomas Domres (Linke). So wurde die Bürgermeisterin beauftragt, bis zur Sommerpause 2017 Möglichkeiten der Realisierung darzulegen, finanziell untersetzt. Dabei sollen Förderungen über den Landeskonservator aber auch Formen von Sponsoring oder Spenden ins Kalkül gezogen werden.

 

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erstellt am 11.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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