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Der Prignitzer

19. Januar 2017 | 05:24 Uhr

Umgestaltung mit Bundesmitteln : Projekt Ehrenfriedhof geht weiter

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Umgestaltung der Anlage am Rathaus soll im Frühjahr in enger Abstimmung mit russischer Botschaft fortgesetzt werden

Bevor der Winter hereinbrach, wurden schon einige Bäume gefällt, und die oberste Bodenschicht ausgetauscht. Doch die Arbeiten auf dem russischen Ehrenfriedhof am Rathaus sind damit noch nicht abgeschlossen. „Wir werden im März Rasen ansäen. Die Arbeiten erfolgen in Rücksprache mit der russischen Botschaft in Berlin, dem Landesinnenministerium und dem Denkmalschutz“, erklärt Ingo Lipinski, Chef der städtischen Friedhofsverwaltung, auf „Prignitzer“-Anfrage. Die Botschaft wünsche sich eine Rasenfläche mit wenig Bewuchs.

Die Umgestaltung des Geländes sei nötig, da die alte Vegetation viele der Grabsteine verdeckte und die Wurzeln Teile der Einfriedung beschädigt hätten. „Es wurde lange nichts Grundsätzliches an dem Friedhof gemacht. Er wurde instandgehalten. Aber nun ist es an der Zeit“, so Lipinski. Auch der Metallzaun sei in den vergangenen Jahren zwar repariert worden, müsse nun aber erneuert werden. Auf dem russischen Ehrenfriedhof am Rathaus befinden sich insgesamt 88 Grabstellen mit 199 Toten auf 1351 Quadratmetern.

Das Geld für das Projekt kommt aus dem Bundesprogramm zur Pflege und Instandsetzung von Kriegsgräbern. Aus dieser Pauschale erhalten auch die Kommunen jährlich, entsprechend der Anzahl ihrer Kriegsgräber, Geld zugeteilt. Der Betrag wird über das Landesinnenministerium und den Kreis ausgezahlt. Insgesamt stehen 20 Millionen Euro zur Verfügung, der Großteil geht für die Grabpflege an die Kommunen, der Rest ist für die Instandsetzung vorgesehen.

Für die Neubepflanzung liegen die Kosten laut Kreissprecher Frank Stubenrauch bei etwa 3500 Euro. Für die Erneuerung der Einfriedung werden derzeit Kostenvoranschläge eingeholt. „Über die Höhe der Gesamtkosten kann man deswegen noch keine konkreten Angaben machen. Sie dürften sich aber im Bereich von 50 000 bis 60 000 Euro bewegen.“ Aller Wahrscheinlichkeit nach wird die Einfriedung künftig aber anders aussehen, da es die zu DDR-Zeiten verwendete Zusammensetzung des Gesteinsgemisches heute so nicht mehr gibt, meint Ingo Lipinski.

 

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erstellt am 11.Jan.2017 | 12:00 Uhr

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