zur Navigation springen

Der Prignitzer

06. Dezember 2016 | 18:55 Uhr

Auszeichnung für Wittenberger Schule : Preis für lebensnahes Lernen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Montessori-Schule wird als eine von dreien in Brandenburg mit dem Titel „Verbraucherschule“ in Silber geehrt

Einkaufen für die Mitschüler und dabei richtig rechnen, ob das Budget und am Ende auch die Menge für alle reicht: Praktischer Unterricht schult viele Kompetenzen. Für ihre alltagsnahen Lerninhalte wird die Ibis-Grundschule Maria Montessori morgen in Potsdam mit dem Preis „Verbraucherschule“ in Silber des Verbraucherzentrale-Bundesverbands ausgezeichnet. „Wir sind glücklich und stolz, weil es eine Reflexion und Bestätigung unserer Arbeit ist“, so Birgit Tröger, Projektkoordinatorin an der Schule im Horning.

Doch der Preis kommt nicht von ungefähr, sondern sei das Ergebnis jahrelanger Verfeinerung des pädagogischen Konzeptes. „Wir arbeiten seit Jahren mit der Vernetzungsstelle Schulverpflegung des Landes Brandenburg zusammen, haben vor etwa vier Jahren angefangen, das gesunde Frühstück durchzuführen“, erklärt Birgit Tröger.

Es kamen Hochbeet und Erlebnisgarten auf dem Schulgelände dazu. Da in der inklusiven Beschulung der Hauswirtschaftsunterricht ohnehin im Rahmenplan stehe, beteilige man auch alle anderen Schüler daran. Auf Klassenfahrten konnten sich die Kinder zuletzt dank der gewonnenen Alltagskompetenz selbst versorgen. Die Montessori-Pädagogik setze zudem auf planvolles Vorgehen, nicht nur beim Kochen, sondern auch beim Lernen und der Gartenarbeit. „Man überlegt, was man alles braucht, legt sich die Sachen bereit, führt es durch und räumt danach wieder auf“, umreißt es Birgit Tröger. Besonders ein Kurs mit Dr. Maren Daenzer-Wiedmer von der Vernetzungsstelle Schulverpflegung habe der Schule auf ihrem Weg Impulse gegeben. Sie gab am Ende auch die Empfehlung an die Wittenberger Bildungseinrichtung, sich an der bundesweiten Ausschreibung zu beteiligen.

Die Projektunterlagen zu erstellen sei zwar recht aufwändig gewesen, habe aber einen wichtigen Nebeneffekt. „So haben wir auch einmal für uns selbst komplett aus allen Lernbereichen zusammengetragen, was wir machen und wo wir gerade stehen“, so Birgit Tröger. „Wir haben also eigentlich nichts anderes gemacht als unsere Arbeit ausführlich zu beschreiben. Bei Montessori geht es immer ums Selbermachen“, merkt Schulleiter Peter Awe bescheiden an.

Das allerdings honorierte nun die Preisjury. Konsum- und Alltagskompetenzen werden im Wittenberger Haus vielfach durch selbstständige Gestaltung erworben, begründet der Verbraucherzentralenverband seine Preisvergabe. Die Auszeichnung morgen in Potsdam nimmt eine kleine Schülerdelegation aus den Händen von Bildungsminister Günter Baaske entgegen. „Wir nehmen vier Kinder mit, die in der Lehrküche und im Schulgarten mit ihren Anregungen dazu beigetragen haben, dass wir besser werden“, so Tröger.

Nur 14 Einrichtungen werden deutschlandweit bei dem erstmals für das aktuelle Schuljahr 2016/17 ausgelobten Preis ausgezeichnet, jeweils sieben mit Gold und Silber. Zu den ebenfalls mit Silber geehrten Schulen gehören gleich zwei weitere Einrichtungen aus Brandenburg: die Grundschule Robert Reiss aus Bad Liebenwerda sowie das Christa-und-Peter-Scherpf-Gymnasium Prenzlau.

zur Startseite

von
erstellt am 30.Nov.2016 | 05:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen