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Der Prignitzer

04. Dezember 2016 | 02:56 Uhr

Neugestaltung an der Stepenitz : Plädoyer für die Beguinenwiese

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Stadtverordnete stimmten mehrheitlich für Entwurfsplanung zur Umgestaltung der Freifläche

Die Entwurfsplanung für die Gestaltung der Freifläche an der Beguinenwiese ist mit einer Gegenstimme von der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend bestätigt. Aufatmen bei Schulleiterin Heike Rudolph. Ein lang gehegter Wunsch insbesondere der Mädchen und Jungen sowie der Lehrer der Rolandschule kann Gestalt annehmen. Zum eigentlichen Tagesordnungspunkt hatten die Stadtvertreter ihr Rederecht eingeräumt. Das nutzte sie, um einmal mehr deutlich zu machen, dass sowohl die Schule, sprich Schüler, Lehrer und auch der Hort, als auch die Eltern im Vorfeld in die Diskussion einbezogen wurden und sie das Projekt begrüßen, mehr noch, sich auf dessen Umsetzung freuen. Denn der eigentliche Schulhof sei für 300 Kinder viel zu klein, so dass seit Jahren notgedrungen die Freifläche, die besser als Bolzplatz bekannt ist, von der Schule mitgenutzt werde. Doch bei Regen und Schnee sei das kaum möglich, verwandle sich der Platz dann in ein großes Modderloch.

Bezugnehmend auf die verkehrliche Situation betonte Heike Rudolph, dass die eigentliche Gefahr von den Radfahrern ausgehe, die direkt an der Schule vorbei fahren. Mit der Neugestaltung des Platzes samt Verkehrsführung „versprechen wir uns auch hier geordnete Verhältnisse“. Und noch ein Argument führte die Schulleiterin ins Feld: „Wenn alles fertig ist, haben wir endlich auch eine Grünfläche.“

In der Einwohnerfragestunde hatte zuvor Erich Nüsse, seit 1996 wohnt er an der Beguinenwiese, der Stadt und den Planern Respekt gezollt. Der Platz habe es verdient, umgestaltet zu werden. Er gab aber zu bedenken, dass sich die Fußgänger, insbesondere sind es die Schüler, sicher den kürzesten Weg zwischen beiden Brücken suchen werden. Im Klartext: Die geplante Rasenfläche werde in diesem Bereich sicher bald im wahrsten Sinne des Wortes mit Füßen getreten. Auch räumte er ein, dass das Befahren die Jungfernbrücke zum Nadelöhr mache, doch auch er sehe keine andere Alternative als Paragraf eins der Straßenverkehrsordnung. Und der gebiete Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme.

In der Diskussion zum Beschlussentwurf ging Liane Schulz vom Bauamt der Stadt noch einmal auf alle Einwände, die Stefan Kunzemann (Grüne) als Bürger im Hauptausschuss äußerte, detailliert ein. Kunzemann unterstrich, dass er nicht gegen das Projekt sei, sondern nur dagegen, dass Eltern ihre Kinder bis vor die Schule fahren und damit über die Brücke müssen. Seine Forderung: Das Befahren der Jungfernbrücke müsse auf das erforderliche Mindestmaß reduziert werden, Radfahrer und Fußgänger hier absolute Priorität haben. Seine Vorschläge: Abklappbare Poller, Chipkarten oder Anwohnerparkausweise. „Unrealistisch“, so die Antwort der Stadt, da der Personenkreis sehr groß ist. Es müssten gegebenenfalls hunderte Chips oder ähnliches ausgeben werden. Zudem seien derartige Anlagen sehr unterhaltungsaufwendig.

Dennoch, auch Rainer Pickert (CDU), der viele Jahre als Lehrer auf dem Weg zur Arbeit über die Brücke musste, wie er sagte, unterstrich, dass die Kritikpunkte von Kunzemann nicht von der Hand zu weisen seien. Er sehe nur in Pollern eine Lösung. Auch sollte man den direkten Weg zwischen beiden Brücken von vornherein bei der Neugestaltung ins Kalkül ziehen.

Seine Frage ging dann in Richtung Finanzierung. 450   000 Euro seinen für die Umgestaltung der Freifläche veranschlagt. „Gibt es Fördermittel?“

Damit diese möglicherweise fließen, sei die Entwurfsplanung Voraussetzung. Denn umgesetzt werden soll das Vorhaben im Rahmen des Stadt-Umlandwettbewerbes, erläuterte Bürgermeisterin Annett Jura.  

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erstellt am 15.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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