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Der Prignitzer

09. Dezember 2016 | 01:00 Uhr

Neue Jeetzebrücke wieder auf dem Plan

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Vereinbarung zwischen der Gemeinde Plattenburg und der Stadt zur Kostenteilung

Was lange währt … zumindest besteht nun berechtigte Hoffnung, dass die Jeetzebrücke zwischen Düpow und Uenze erneuert wird. Eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung zwischen der Gemeinde Plattenburg und der Stadt Perleberg liegt vor. Sie geht jetzt durch die Ausschüsse und wenn letztlich auch die Stadtverordnetenversammlung jener zustimmt, dann sind die Voraussetzungen gegeben, ein langjähriges Problem endlich zu einem guten Ende zu führen.

Bereits 2013 war im „Prignitzer“ zu lesen, dass die alte Brücke zwischen Düpow und Uenze voll gesperrt wurde. Ein Baugutachten bescheinigt der Querung, dass sie alles andere als verkehrssicher, mit Blick auf Begegnungsverkehr gar in ihrer Standsicherheit gefährdet ist. So zog die Stadt Ende 2013 faktisch die Notbremse und sperrte sie komplett. Zuvor hatte man noch versucht, über Tonnagebegrenzung und einseitiger Führung des Verkehrs der alten Brücke etwas Entlastung zu verschaffen. Das reichte aber offensichtlich nicht.

Ob Kraftfahrer, Radler oder Spaziergänger, ein Aufschrei ging sprichwörtlich durchs Volk. An die 50 Fahrzeuge hätten täglich diese direkte Verbindung nach Uenze genutzt, die rund 1,6 Kilometer kürzer sei, als die Straße über Kleinow. Anfang der 70er Jahre mit der Begradigung des kleines Flüsschen fiel die Brücke in die Hoheit der Gemeinde Plattenburg. Doch es gilt der historische Verlauf der Jeetze und damit gehört sie in die Gemarkung Düpow. So bekam die Stadt eine weitere Brücke, über die sie angesichts des Zustandes alles andere als glücklich war. Dennoch sehe man diese historische Wegebeziehung, die eine Art Verlängerung des alten Postweges sei, betonte Bauamtsleiter Hagen Boddin damals. Im Klartext: Eine Lösung musste gefunden werden.

Nachdem man sich mit der Gemeinde Plattenburg bereits über eine Kostenbeteiligung verständigt hatte, sprachen sich im Frühjahr 2015 die Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung für den Erhalt der Brücke aus, wurde das Geld für die Sanierung im Etat 2015 eingestellt – allerdings war der noch nicht beschlossen. Sie fiel raus, der Baubeginn für Herbst 2015 blieb somit ein Wunsch.

Die Gemeinde Plattenburg hat jetzt einen Leader- Fördermittelantrag eingereicht und will bei Bewilligung Gelder unter anderem für den Ersatzneubau der Brücke nutzen. Den Eigenmittelanteil wolle man sich teilen, so sieht es die Vereinbarung vor. Mit zwei Dritteln ist Perleberg als Eigentümerin der Brücke dabei, ein Drittel über nimmt die Gemeinde Plattenburg. Die Baukosten werden insgesamt mit 77 300 Euro beziffert. Im Haushalt 2017 sollen so nun 25 000 Euro für den Ersatzbau eingestellt werden – der Eigenanteil der Stadt. Der Finanzausschuss votierte einstimmig dafür.

Die marode aufgemauerte Stahlbetonbrücke mit Holzbohlenbelag soll von einem Durchlassbauwerk mit schmaler Überführung als Stahlprofil- Wellrohr, wie der Fachmann sagt, ersetzt werden. Vorausgesetzt die Fördermittel fließen. Dann soll das Projekt 2017 auch noch umgesetzt werden.

 

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erstellt am 30.Sep.2016 | 11:37 Uhr

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