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Der Prignitzer

24. Februar 2017 | 16:18 Uhr

Perleberger Stadtumbau geht weiter : Nächste Baustelle Berliner Straße

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Angestrebt wird Baubeginn im Mai für den ersten Abschnitt mit Minikreisel. 580 500 Euro an Fördermittel vom Land zugesagt

Voraussichtlich ab Mai wird die Berliner Straße nun auch Baustelle, zumindest der Bereich von der Kreuzung Berliner/ Pritzwalker/Wilsnacker Straße bis Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. 580 500 Euro an Fördermitteln für diesen ersten Bauabschnitt vom Landesbetrieb für Straßenwesen machen es möglich.

Bereits Mitte März 2015 billigte der Hauptausschuss die entsprechende Entwicklungsplanung. Zuvor hatte die Stadtverordnetenversammlung der Vorplanung des Ingenieurbüro Pöyry Deutschland GmbH, Außenstelle Perleberg, zugestimmt. Mit der Umsetzung hielt sich die Stadt dann aber zurück. Der Grund: Fördermittel, ohne die das Unterfangen nicht möglich sei. „Zu dem Zeitpunkt wurden die Förderbedingungen überarbeitet, wonach es für Fahrbahnen mehr Geld geben sollte“, erläutert Bürgermeisterin Annett Jura. Also wartete man ab. Und es hat sich gelohnt, denn aus der einstmals möglichen Förderhöhe von 50 Prozent wurde nun eine 75-prozentige über den Förderrichtlinienteil kommunaler Straßenbau.

Vorgesehen ist ein grundhafter Ausbau der Straße. Der Kreuzungsbereich Pritzwalker Straße wird als Minikreisel umgestaltet. Mehr lasse der Platz nicht zu, so Bauamtsleiter Hagen Boddin. Aber die höhengleiche, kleine Mittelinsel ermöglicht es auch Fahrzeugen mit Hänger und dergleichen, den Kreisel problemlos zu passieren. Fußgängern wird eine Querung über Fußgängerüberwege ermöglicht. Zwei Bushaltestellen sind zudem im gesamten Straßenverlauf vorgesehen. Die zukünftige Fahrbahn wird in einer Breite von 6,50 Meter einschließlich Gossen aus Schlackenpflaster in Asphaltbauweise ausgebaut. Das vorhandene Granitkleinpflaster soll in den straßenbegleitenden Parkbereichen, Grundstückszufahrten und Seitenstreifen sowie entstehenden Nebenflächen wiederverwendet werden. Die beidseitig anzulegenden Gehwege erhalten Betonsteinpflaster.
Bis in etwa Höhe der Polizei werde künftig auf Baumpflanzungen verzichtet, um die Sicht in die Altstadt nicht zu beeinträchtigen. Danach werden unter Berücksichtigung möglicher Pkw-Stellflächen beidseitig neue Bäume gepflanzt.

Mit von der Partie sind wieder PVU und WTAZV, die ihre Leitungen punktuell bzw. komplett erneuern wollen. Ebenfalls Bestandteil des Gesamtvorhabens ist die Errichtung einer neuen wechselseitig angeordneten Straßenbeleuchtung mit LED-Technik.

774 000 Euro sind für den ersten Bauabschnitt veranschlagt. Der zweite wird dann die eigentliche Allee beinhalten und der dritte die Anbindung an die B 5 einschließlich Berliner Weg. Insgesamt rechnet man mit Kosten von 1,7 Millionen Euro, so der Bauamtsleiter. Und er betont, dass man, ist der erste Abschnitt fertig, gleich den zweiten starten will. Voraussetzung sind aber auch hier Fördermittel, die man entsprechend rechtzeitig beantragen werde.

Im zeitigen Frühjahr geht es in die Ausschreibung, im Mai soll Baubeginn, 2018 dann der erste Bauabschnitt fertig sein – ein ehrgeiziges Ziel, wie Hagen Boddin einräumt. Vor dem Baustart werde es eine Informationsveranstaltung für die Anlieger geben.

 

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erstellt am 11.Jan.2017 | 05:00 Uhr

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