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Der Prignitzer

08. Dezember 2016 | 10:57 Uhr

Perleberg : Nachwuchsblauröcke haben einen Großeinsatz

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Für Julien (8) steht fest: „Ich mache bei der Jugendwehr mit.“ Cool findet er die Technik und die Feuerwehruniform sei auch nicht schlecht. Papa Jan Wilhelmi bestärkt seinen Sohn in dem Entschluss. Und er weiß wovon er redet, war er doch selbst mal vier Jahre Mitglied der Jugendwehr.

Am Samstag hatten sich der Vater mit dem Sohne in die Spur begeben, um mal zu sehen, was der Feuerwehrnachwuchs so kann. In die Feuerwache hatte dieser eingeladen und hier Action live versprochen. Zuvor allerdings mussten die Feuerwehrmänner und -frauen in spe unter Beweis stellen, was sie alles schon drauf haben. „Wer wollte konnte die Prüfung für die Kinder- bzw. Jugendflamme ablegen. Das ist ein Ausbildungsnachweis in Form eines Abzeichens für Jugendfeuerwehrmitglieder“, erläutert Beate Mundt, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit bei den Perleberger Feuerwehren.

Kaum war der Prüfungsstress vorüber, da warteten auch schon die ersten kleinen und großen Gäste auf dem Gelände der Feuerwache. Ganz fasziniert von der großen Drehleiter verschlägt es dem vierjährigen Paul fast die Sprache. Er liebt Feuerwehr, gesteht der Papa, zu Hause habe er etliche Feuerwehrautos. Dass er in zwei Jahren Mitglied bei den kleinsten Nachwuchsblauröcken wird, ist für Papa gar nicht so abwegig.

Genau das wolle man auch erreichen, dass sich schon die Kleinen für die Feuerwehr begeistern. Denn wenn sie erst in der Schule sind, dann stürme so viel Neues auf sie ein, dass da kaum noch Platz sei für Feuerwehr, weiß Lucas Arnold. Familiär vorbelastet, Vater und Mutter sind in der Wehr, hat auch Lucas mal klein in der Wehr angefangen. Heute ist er Ausbilder und hat gemeinsam mit den Jugendwarten aller Wehren der Stadt diesen Aktionstag vorbereitet.

„Die Perleberger sind hinsichtlich Nachwuchs schon recht gut aufgestellt. Wir wollen aber erreichen, dass auch der ländliche Bereich wieder mehr in den Fokus gerät, sich hier Jugendwehren fest etablieren bzw. sich wieder bilden.“

An die 53 Nachwuchsblauröcke aus Groß Buchholz, Quitzow, Düpow und Perleberg konnten am Samstag an den unterschiedlichsten Stationen zeigen, was sie feuerwehrtechnisch und in Sachen ersten Hilfe alles können. Und dabei wurde auch schon mal ausprobiert, was noch nicht zu ihrem Equipment gehört, wie eine Wärmebildkamera oder der Umgang mit dem Funk bzw. mit einem Feuerlöscher oder Schneid- und Spreizwerkzeug. Unterstützung gaben dabei Kameraden aus fast allen Wehren. Für den Nachwuchs waren sie an diesem Tag angetreten, hatten Technik vor- und aufgefahren und zeigten deren Handhabung. Selbst die Alters- und Ehrenabteilung war mit von der Partie. Sie sorgte am Grill dafür, dass niemandem der Magen knurrte. Finanzielle Unterstützung, ohne die so ein Event nicht möglich sei, gab es über das Projekt „Demokratie leben“.

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erstellt am 21.Nov.2016 | 04:45 Uhr

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