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Der Prignitzer

10. Dezember 2016 | 13:42 Uhr

Von Bad Wilsnack nach Bonn : Meisterlich mixen und servieren

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Zora Peters, Auszubildende im Vitalhotel Ambiente, vertritt Brandenburg bei der Deutschen Jugendmeisterschaft der Gastgewerbe

Jeder Handgriff sitzt perfekt, wenn Zora Peters an der Bar des Bad Wilsnacker Vitalhotel Ambiente einen Cocktail namens Florida Sunrise mixt. Die hauseigene Rezeptur aus verschiedensten Fruchtsäften, Maracuja- und Grenadinesirup sowie etwas Eis hat sie im Kopf. Und nicht nur dieses Rezept muss sie im Schlaf beherrschen bei den Deutschen Jugendmeisterschaften der gastgewerblichen Berufe in Bonn, zu der sie morgen mit zwei jungen Kollegen des Teams Brandenburg aufbricht.

„Wenn uns von den Prüfern ein Warenkorb bereitgestellt wird, dann muss man mindestens 20 Standardcocktails bis zur exakten Garnitur beherrschen“, beschreibt sie eine der Aufgaben bei dem Wettbewerb, in dem der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Deutschlands beste Auszubildende im Gästehaus der Bundesregierung ermitteln wird. Auch andere Spezialarbeiten müssen von den Champions in spe neben dem Mischen von Cocktails gemeistert werden. Tranchieren, filetieren und der sogenannte englische Service, das heißt, viele Handreichungen, die üblicherweise in der Küche stattfinden, werden direkt am Tisch vor den Augen der Gäste durchgeführt. So wird nach einem festen Prozedere „von einer Platte mittels Vorlegebesteck das Essen auf dem Teller des Gastes angerichtet“ erklärt Zora Peters. Und da kann auch einiges schiefgehen. Etwa wenn etwas herunterfällt oder der Serviervorgang zulange dauert und die Speisen kalt werden. Im letzten Trainingslauf gab es ein Problem mit der Kühlung einer Rote-Beete-Merettich-Creme, sie drohte beim Servieren auseinanderzulaufen. „Aber man sagt ja, wenn die Generalprobe misslingt, klappt die Premiere“, ist sie zuversichtlich. Ihre größte Sorge sei aber, dass ihr ihre Nerven einen Strich durch die Rechnung machen und sie in der Aufregung den Kopf verliert. „Aber ich arbeite dran und realisiere es wahrscheinlich erst, wenn der Wettbewerb vorbei ist“.

Nachdem Zora Peters im April als beste angehende Restaurantfachfrau Brandenburgs glänzen konnte, hat sie sich neben einer angehenden Köchin und einer Hotelfachfrau im Team qualifiziert. Azubis des Ambiente gehören bei den Branchenwettbewerben seit Jahren zu den besten ihres Fachs. Für die zahlreichen Übungsläufe mit ihren Kolleginnen im Ausbildungsverbund in Teltow wurde sie von ihrem Betrieb freigestellt. Und das könnte der entscheidende Vorteil sein. „Ich glaube, es ist in den anderen Bundesländern nicht üblich, sich so intensiv vorzubereiten“, schätzt sie ein. Die im Vitalhotel vermittelten Inhalte helfen ihr, aber ohne ein hohes Maß an Eigeninitiative seien die Anforderungen nicht zu bewältigen, bestätigt auch Hoteldirektorin Marlen Lemke.

Der Wettbewerb ist zweigeteilt. Am Samstag muss sich Zora in der Theorie beweisen, am Sonntag wartet der Praxisteil. Dann müssen die jungen Brandenburger Nachwuchskräfte noch zittern, bis am Montag die Sieger bekannt gegeben werden. Für Zora Peters ist jedoch klar: „Wir gehen nicht auf den Platz, um zu verlieren.“

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erstellt am 11.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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