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Der Prignitzer

08. Dezember 2016 | 12:56 Uhr

Besonderes Projekt in Wittenberge : Mehr als nur das Schwimmen lernen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Geflüchtete Frauen und Kinder holen sich in Bäderwelt Selbstvertrauen

Sie kommen aus Kamerun, Nigeria, Afghanistan, Syrien oder auch Iran: Derzeit lernen 45 Kinder und Frauen in der Bäderwelt in Wittenberge schwimmen. „Die Teilnehmer leben in ganz Brandenburg und kommen für dieses einwöchige Camp hierher“, erklärt Victoria Arbuzova. Sie ist für das Programm Integration durch Sport tätig, das beim Deutschen Olympischen Sportbund angesiedelt ist.

Bisher fanden in diesem Jahr bereits vier Camps statt, allerdings mit anderen Schwerpunkten. „Hier kümmern wir uns speziell um Migranten und Flüchtlinge“, so Arbuzova. Zwei Schwimmlehrerinnen sind mit von der Partie und achten darauf, dass sich die Teilnehmer künftig sicher im Wasser bewegen können. „Einigen müssen wir erstmal die Scheu vor dem Wasser nehmen. Gerade bei Frauen, die schon 30 oder 40 sind, ist die Angst vorhanden“, weiß Schwimmlehrerin Sieglinde Czegledi, die aus Ungarn kommt. „Wir nähern uns dann erstmal spielerisch dem Element Wasser. Das baut Hemmungen ab, und der Spaß ist ganz wichtig bei diesem Projekt.“ Einige Frauen bekommen mehr Selbstvertrauen. „Sie können nun mit ihren Kindern gemeinsam ins Wasser gehen. Eine möchte sogar den Führerschein machen“, erzählt Victoria Arbuzova. Dem zwölfjährigen Hakima Mohammadi aus Afghanistan macht der Kurs Spaß „auch wenn ich erst ein bisschen Angst hatte“, gesteht er.

Das Angebot besteht aber nicht nur aus dem Schwimmkurs. Die Teilnehmer waren auch schon bowlen, haben beim Karate hineingeschnuppert und wollen die Woche kulinarisch mit einem gemeinsamen Kochabend im Jugendgästehaus, wo wie untergebracht sind, ausklingen lassen. Finanziert wird das Camp vom Landessozialministerium.  

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erstellt am 20.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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