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Der Prignitzer

03. Dezember 2016 | 16:43 Uhr

Stipendien in Pritzwalk vergeben : Lohn für gute Leistung

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Azubis der KMG-Bildungsakademie Pritzwalk erhielten Stipendien der Dr. Wolfgang Neubert Stiftung

Die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin gefällt Svenja Schlabach sehr. Die 21-Jährige ist nun im dritten und damit letzten Lehrjahr. Einem guten Abschluss ordnet sie vieles unter. Für dieses Engagement wurde sie gestern, wie acht weitere Azubis, mit einem Stipendium der Dr. Wolfgang Neubert Stiftung geehrt. „Ich freue mich sehr über diese Unterstützung. Sie zeigt, dass sich die Anstrengungen lohnen“, so die gebürtige Königsbergerin.

Das Stipendium, das in der Bildungsakademie der KMG Kliniken am Standort Pritzwalk zum dritten Mal vergeben wurde, ist gestaffelt. Für einen Notendurchschnitt von 1,2 bekommt der Azubi 300 Euro, für eine 1,5 sind es 200 und für eine 1,8 100 Euro im Monat. Svenja Schlabach kann sich über 200 Euro freuen, die sie regelmäßig über das gesamte Ausbildungsjahr erhält. „Das hilft mir, mein Leben zu managen. Die Wohnung, das Auto – all das kostet Geld. Außerdem kann ich mir Bücher kaufen, die ich für die Prüfungen brauche“, zählt Svenja Schlabach die Vorteile auf.

Schon zum zweiten Mal kommt sie in den Genuss der Förderung. „Das ist auch eine Motivation, am Ball zu bleiben.“ Das gilt quasi im doppelten Sinn. Denn Svenja Schlabach trainiert in ihrer Freizeit die Mädels der Handball-A-Jugend des FK Hansa Wittstock. Eigentlich ist sie mit ihren 21 ja im besten Alter, selbst auf der Platte zu stehen. „Aber mir war das Risiko zu hoch, mich zu verletzen und dann meinen Wunschberuf nicht ausüben zu können“, so die junge Frau. Ihr Einsatz als Trainerin ist für das Stipendium bedeutend. „Neben der schulischen Leistung zählt für eine Förderung auch das soziale Engagement eines Kandidaten“, erklärt die Stiftungsbeauftragte Veronika Kahle. Über ihren Schreibtisch wandern alle Bewerbungen. Denn jeder angehende Gesundheits- und Krankenpfleger bzw. Altenpfleger kann bei der Dr. Wolfgang Neubert Stiftung einen Antrag auf Förderung stellen – sofern er die genannten Kriterien erfüllt. „Wir wollen die Schüler unterstützen, denn es ist nicht leicht, eine Ausbildung zu finanzieren. Die Wege zwischen den Ausbildungsstätten sind weit. Wir wollen es den Azubis leichter machen“, so Veronika Kahle.

Dem stimmt Karina Griesche zu. Die 45-Jährige ist eine Quereinsteigerin in den Beruf der Altenpflegerin. „Vorher war ich in einer Konditorei tätig. Aber ich habe gemerkt, dass mein Interesse an dem Pflegeberuf größer ist“, so die Mesendorferin. Den Schritt zum Berufswechsel habe sie bisher nicht bereut. „Ganz im Gegenteil. Wenn ich gewusst hätte, wie sehr mir diese Arbeit Spaß macht, hätte ich den Schritt wahrscheinlich schon früher gewagt.“ Das Schöne sei, dass sie viel von den Menschen zurück bekomme. Für ihre Leistungen wird auch sie über das ganze Ausbildungsjahr mit 200 Euro monatlich gefördert. „Auch ich werde mir Bücher zum Lernen kaufen. Ich kann aber auch meine Freizeit etwas sorgenloser gestalten.“

Die berufliche Zukunft sieht für die Azubis ziemlich rosig aus. „In der Altenpflege wird bei den KMG Kliniken jeder übernommen, in der Krankenpflege ist es fast genauso. Auch wenn man vielleicht erstmal an einen anderen KMG-Standort muss“, erläutert Karina Sturm, Leiterin der Pritzwalker Bildungsakademie. 

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erstellt am 10.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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