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Der Prignitzer

29. August 2016 | 05:47 Uhr

775-Jahre Perleberg : „Linie 1“ fährt in der Erfolgsspur

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Darsteller des Gymnasiums überzeugen bei der Premiere des Musicals / Weitere Aufführungen sind gemeinsam mit der Kreismusikschule geplant

Sorgen und Ängste, Wünsche und Träume verpackt in einer Story, in der ein Mädchen vom Lande morgens einsam in einer Berliner U-Bahnstation steht und in den nächsten Stunden ganz unterschiedlichen Menschen begegnen wird. Zwar hatte das Musical „Linie 1“ bereits 1986 seine Uraufführung, aber an Aktualität nicht eingebüßt. Schüler des Gottfried-Arnold-Gymnasiums Perleberg führten das Stück anlässlich des Stadtjubiläums auf und wer am Sonnabend die Premiere erlebte, muss den Beteiligten Respekt zollen.

In erster Linie für die darstellerische Leistung. Unübertroffen die Szene der vier Wilmersdorfer Witwen mit Johannes Guhl, Oliver Kübeck, Bruno Tast und Joost Winkelmann. Einfach herrlich, wie sie im Takt ihrer Gehstöcke die Bühne betreten. Wunderschön anzusehen, wie alle Akteure mit ihren wiegenden Körpern das Anfahren und Abbremsen der Bahn simulieren, wie sie den Berliner Dialekt annehmen. Respekt den jungen Darstellern, die mehrere Rollen mimen, allein drei waren es beispielsweise für Joost Winkelmann und Stefanie Ploch.

Musikalisch sorgen Sophie Loebjinski mit „Marias Lied“ und das Abschlussduett „Bitte halt mich fest“ von Laura Schröder und Oliver Kübeck für Gänsehautfeeling. Ganz stark Hannah Koepp beim Kontrolletti-Tango. Die musikalische Begleitung hatte die Kreismusikschule übernommen.

Wenn Prignitzer ein Musical aufführen, ist Petko Petkov beteiligt. Wieder ist er es, der das Stück arrangiert und mit ihm knüpft das Gymnasium an sein äußerst erfolgreiches Musical „Joseph“ an. Schon damals hatte Petkov die musikalische Leitung übernommen und bis jetzt sieben Musicals arrangiert.

Dass „Linie 1“ durch und durch ein Werk des Gymnasiums ist, wird bei allen Beteiligten deutlich. Regie führte Bianca Baalhorn, die an dieser Schule ihr Abitur machte. Das Gesangstraining übernahm Sopranistin Birgit Bockler, die frühere langjährige Chorleiterin am Gymnasium. Ihr Nachfolger Frank Wedel ist genauso involviert wie Katharina Fährmann, die auch bei früheren Musikprojekten für die Choreographie zuständig war.

Es soll nicht bei dieser einen Aufführung bleiben. Im Herbst folgt eine zweite auf dem Perleberg-Festival. Bis zu den Landesmusikschultagen im nächsten Jahr könnte es noch eine weitere im Kulturhaus Wittenberge geben, sagt Alexander Girsch, Leiter der Kreismusikschule.


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erstellt am 01.Jul.2014 | 08:00 Uhr

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