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Der Prignitzer

31. August 2016 | 02:28 Uhr

Miniermotte : Laub mit Schädlingen verrottet

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Initiator der Harkaktionen gegen die Miniermotte vergräbt die befallenen Blätter / Fachfrau lobt den Einsatz

Der Bentwischer Frank Heinke setzt den Schlusspunkt unter die Laubaktion zur Rettung der Kastanienallee an der Kreisstraße nach Bentwisch. Der studierte Forstwirt hat mit dem Vergraben des bei mehreren Einsätzen zusammengeharkten Laubs begonnen. Eine aufwändige und recht langwierige Arbeit. Denn bei den Einsätzen hatten Heinke und Helfer insgesamt 170 Säcke mit den Kastanienblättern gefüllt.

Grund der Einsätze: Die stattlichen Kastanienbäume sind seit Jahren von einem Schädling, der Miniermotte, befallen. Die Larven der Motte überwintern auf dem Laub und befallen von dort aus, wenn die Blätter nicht beseitigt werden, erneut die Bäume.

„Das Laub zu entsorgen ist die Möglichkeit, den Schädlingsbefall zu verringern, sagt Peggy Heyneck, zuständig für den Umweltfachbereich im Stadtbauamt. Sie sagt: „Mit der Aktion haben die Freiwilligen an der Chaussee ein lobenswertes Zeichen gesetzt, das vielleicht Nachahmer findet.“

Mit dem Zusammenharken der Blätter ist es allerdings nicht getan. „Ich stand vor der Frage: Wohin mit dem Laub“, sagte Heinke gestern, als der „Prignitzer“ ihn auf dem Familiengrundstück in Bentwisch traf. Dort ist der junge Mann dabei, eine großräumige Grube auszuheben. „Ich vergrabe die Blätter, jetzt, nachdem sie in sich zusammengefallen und angerottet sind.“ Eine Methode, die in Ordnung sei, um den Miniermottennachwuchs keine neue Chance zu geben, sagt Heyneck. Das Laub müsse dazu mit einer zehn bis 20 Zentimeter dicken Erdschicht bedeckt werden.

Eine andere Möglichkeit, die befallenen Blätter ordnungsgemäß zu entsorgen, wäre, sie mit Sondergenehmigung zu verbrennen. Aber, so sagt Heinke, er habe sich für das Kompostieren entschieden, weil es dem Boden nutzt, während beim Verbrennen Schadstoffe freigesetzt werden.

Im nächsten Jahr, so kündigt Heinke an, wird er wieder zum Laubkehren unter den Kastanien aufrufen. Und vielleicht sei es dann ja auch möglich, dass die Verwaltung das Laubentsorgen unterstützen könne.  

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erstellt am 01.Jan.2016 | 10:00 Uhr

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