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Der Prignitzer

10. Dezember 2016 | 23:23 Uhr

Winterdienst : Kein Winterdienst im Ausbau

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

In der rund 1000 Meter langen Sackgasse müssen Anwohner auch künftig selber zum Schneeschieber greifen

Es bleibt dabei, 70,5 Kilometer Meter Straße räumt auch in diesem Winter bei Schnee und Eis in der Stadt und in den Ortsteilen der Stadtbetriebshof. Für die rund 1000 Meter lange Straße in Bentwisch Ausbau bleiben die Anlieger selbst verantwortlich.

Im vergangenen Jahr hatten dort Wohnende einen Vorstoß unternommen. Ihnen wäre es lieb gewesen, wenn der Betriebshof das Räumen und Streuen übernommen hätte.

Nun ist es entschieden: Bentwisch Ausbau wird nicht in die Winterdienstliste der Stadt aufgenommen. In dieser Liste sind alle Straßen genau aufgezählt, in die der Stadtbetriebshof bei einem Wintereinbruch ausrücken muss. Betriebshofleiter Andreas Grieswald erklärt, dass die Straßen in zwei Kategorien unterteilt sind. Die Straßen der ersten Kategorie seien von größerer Bedeutung für den Verkehr, wie beispielsweise die Perleberger oder die Lenzener Straße. Insgesamt betrifft das 54,24 Kilometer. Dann folgten die Straßen und Wege der Kategorie zwei mit noch einmal 16,28 Kilometern. Für die restlichen Straßen und Wege – so auch für Bentwisch Ausbau – sind die Bewohner dann selbst verantwortlich.

Festgelegt haben die Stadtverordneten per Satzung, wo in der Stadt und ihren Ortsteilen in welcher Reihenfolge der Winterdienst unterwegs ist bzw. sein muss und wo die Anlieger der Straße selbst verantwortlich sind.

Grieswald erklärt die Kriterien, nach denen entschieden wird. „Denn natürlich werden die Entscheidungen nicht aus dem Bauch heraus getroffen.“ Den Ausschlag gebe die Bedeutung einer Straße bzw. die eines Weges. Dabei spiele nicht das Interesse eines Einzelnen eine Rolle. „Wir prüfen, wie es jetzt auch im Fall von Bentwisch Ausbau geschehen ist – die Verkehrsbedeutung und das öffentliche Interesse.“ Derartiges Interesse bestehe beispielsweise dort, wo sich eine Schule oder eine Kindertagesstätte befindet. „Das gilt für den Ausbau nicht.“ Und auch die Verkehrsbedeutung sei gering. Die Asphaltstraße in Bentwisch Ausbau ist eine Sackgasse, endet an der Bahnlinie Richtung Schwerin. Der Chef des Betriebshofs betont, dass bei der Prüfung über die Aufnahme in den Winterdienstplan „die Gebühren kein Prüfkriterium waren“.

Dort, wo der Betriebshof im Winter mit seiner Räum- und Streutechnik unterwegs ist, werden aber selbstverständlich für die Leistung Gebühren erhoben. Deren Höhe ergibt sich aus den realen Einsatzzahlen und wird regelmäßig neu bewertet. Wer sein Grundstück an einer Straße der Kategorie eins hat, bezahlt derzeit pro Meter und Jahr 1,10 Euro, für die Kategorie zwei sind es 56 Cent.  

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erstellt am 18.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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