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Der Prignitzer

29. Juni 2016 | 16:29 Uhr

Berufemesse in Wittenberge : Karrieretag: Knapp 1000 Besucher

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Zweite Auflage im Oberstufenzentrum mit 50 Firmen aus der Prignitz / Mehr freie Lehrstellen als Bewerber in der Region

Sichtlich überrascht war Jan Meyerhoff, als er diese Zahl verkündete: Etwa 950 Besucher waren am Sonnabend zur zweiten Auflage des Karrieretags in das Wittenberger Oberstufenzentrum (OSZ) gekommen. „Das ist sehr schön. Damit habe ich nicht gerechnet“, sagte der Schulleiter.

Rund 50 Firmen aus der Region nutzten die Gelegenheit, sich und ihre mehr als 240 Ausbildungsplätze vorzustellen. Und das aus gutem Grund. „Rechnerisch kommen zwei Lehrstellen auf einen Bewerber. Deswegen müssen sich die Unternehmen präsentieren“, erklärte Ina Kaiser-Hagenow von der Arbeitsagentur in Perleberg.

Natalie Konrad aus Wittenberge nutzte den Karrieretag, um sich einen Überblick zu verschaffen. Denn: „Ich weiß noch nicht, was ich beruflich machen möchte. Meine Interessen sind breit gefächert“, erzählte die 19-jährige Abiturientin und zählte auf, „Kinderkrankenpflegerin, Operationstechnische Assistentin oder auch Kfz-Mechatronikerin. Alles könnte ich mir vorstellen“. Mit der Vielfalt der Angebote auf dem Karrieretag sei sie zufrieden. Etwas weiter in der Planung ist Sebastian Baier (24). Er holt derzeit am OSZ sein Abitur nach. „Danach möchte ich studieren, wahrscheinlich Chemie“, blickte er voraus.

Richard Mewes dagegen mag die Natur und Tiere. „Deswegen möchte ich gern in der Landwirtschaft arbeiten. Ich habe mich am Stand des Kreisbauernverbands informiert und fühle mich in meinem Wunsch bestärkt“, so der 16-Jährige aus Deutsch in Sachsen-Anhalt. Seine Schwester Dorothea möchte lieber in den sozialen Bereich. „Ich könnte mir ein Lehramtsstudium vorstellen. Ich arbeite gern mit Kindern und habe auch schon einige Praktika absolviert“, erzählte die 17-Jährige.

Um bei einer Bewerbung nicht gleich durchs Rost zu fallen, konnten Jugendliche ihre Unterlagen beim Bewerbungsmappenchek überprüfen lassen. Maika Schäffer von der Firma Salo Bildung und Beruf schaute sich jede Mappe genau an und gab Verbesserungstipps. „Beim Bewerbungsfoto sollte man ruhig kreativ sein und eines entsprechend der Stelle anfertigen lassen. Außerdem sollten die Unterlagen übersichtlich sein und im Anschreiben ist es wichtig zu zeigen, dass man sich über die jeweilige Firma informiert hat“, so Schäffer. Die Salo Bildung und Beruf GmbH ist Mitglied bei den Wirtschaftsjunioren, die diesen Bewerbungsmappencheck organisiert hatten.

Im Oberstufenzentrum konnten sich die Jugendlichen aber nicht nur über Betriebe informieren, sondern beim Tag der offenen Tür auch über das OSZ selbst. Die Einrichtung bot Einblicke in ihre Labore, die Lehrküche und auch Klassenräume. So erklärte Lehrerin Angelika Rillcke den Besuchern alles rund um die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer. „Geschichte ist bei uns ein Pflichtfach und kann im Abitur zur mündlichen Prüfung gewählt werden. Das Fach ,Recht’ ist für Schüler mit dem Schwerpunkt Wirtschaft automatisch Teil der Lehre, weil es dort viele Parallelen gibt“, so Rillcke. Die Schüler Maximilian Thamm (17) und Adrian Piede (18) erklärten im Raum „Wirtschafts- und Rechnungswesen“, dass in diesem Fach unter anderem der Haushalt eines Landes unter die Lupe genommen wird. „Ich möchte später aber in der Landwirtschaft arbeiten“, sagte Adrian Piede. Und Maximilian Thamm wolle als Kapitän über die Ozeane fahren. „Da bin ich familiär vorbelastet. Meine Opas sind bzw. waren als Schiffsführer auf Flüssen unterwegs.“

Organisiert wurde der Karrieretag vom Regionalcenter Prignitz der IHK Potsdam, dem OSZ und der Kreishandwerkerschaft mit Unterstützung zahlreicher Institutionen wie der Arbeitsagentur Neuruppin, dem Jobcenter Prignitz oder auch der Wirtschaftsfördergesellschaft Prignitz. Der nächste Karrieretag findet laut Jan Meyerhoff kommendes Jahr voraussichtlich wieder am ersten Sonnabend nach den Winterferien statt.

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erstellt am 14.Feb.2016 | 22:00 Uhr

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