zur Navigation springen

Der Prignitzer

30. Juni 2016 | 01:30 Uhr

Perleberg : Jetzt: Zebrastreifen und Querung

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Stadt führte in dem Bereich der Wittenberger Straße Verkehrszählung durch und stellt nun Antrag an untere Verkehrsbehörde

Mehrheitlich stimmte auch der Hauptausschuss für den weiteren Ausbau der Wittenberger Straße allerdings mit dem Verweis, dass noch nicht das letzte Wort in Sachen Fußgängerüberweg gesprochen ist. Bereits der Bauausschuss plädierte für den Erhalt des Zebrastreifens unweit des Bäckers und der Bushaltestelle, die hier samt Warteunterstand entstehen soll. Angedacht ist laut Planer, den Fußgängerüberweg durch eine Querungshilfe zu ersetzen. Das stieß bei einer Reihe der Abgeordneten auf Kritik. Die Verwaltung wurde so beauftragt, die Thematik nochmals mit der unteren Verkehrsbehörde abzuklären bzw. dort einen entsprechenden Antrag auf Erhalt des Zebrastreifens einzureichen.

Derweil hat die Stadt eine Zählung der Verkehrsteilnehmer in diesem Bereich durchgeführt. Danach nutzten 70 Fußgänger pro Stunde diesen Übergang, darunter vorwiegend eben auch Schulkinder. Insgesamt waren es 252 Fahrzeuge, die ihn passierten, ergab die Analyse, so Robert Kazmierczak, zuständig für Verkehrsangelegenheiten bei der Stadt.

Allein unter dem Aspekt der Schulwegsicherung und im Zusammenhang mit der Bushaltestelle sei es gerechtfertigt, einen Antrag zu stellen, hier den Zebrastreifen zu erhalten und zugleich auch eine Querung zu bauen. Denn ein Zebrastreifen allein sei nicht genehmigungsfähig, so der Verkehrsexperte der Stadt.

Ob auch noch das Schild 30 km/h hier etwas stadteinwärts versetzt wird, damit es von Kraftfahrern besser wahrgenommen wird, wie Michael Hoheisel von der Linken vorschlägt, das wolle man im Zuge der nächsten Signalschau klären.

Einen weiteren Punkt im Zusammenhang mit dem Ausbau der Wittenberger Straße brachte Stefan Kunzemann in der Einwohnerfragestunde zur Sprache. Konkret geht es um die Bäume in der Straße direkt am Grahlplatz. Sie sollen im Zuge des Ausbaus auch abgenommen werden, um letztlich ein einheitliches Straßenbild zu erhalten. Ins Kalkül führen der Planer und die Verwaltung, dass die Kronenvitalität der Bäume schon recht problematisch sei. Kunzemann spricht hingegen hier von einer Wertvernichtung, wenn solche großen Bäume einfach gefällt werden.

Dem schloss sich auch Hartmut Schneider (SPD) an. Im Rahmen der Bürgerbeteiligung habe man besagte Bäume außen vor gelassen, wollte erst über sie entscheiden, wenn die beiden Nebenstraße saniert und damit die dortigen Bäume gefällt werden. Nun werden auch diese Straßen gleich mitgemacht, was er durchaus begrüße. Hartmut Schneider plädiert dennoch dafür, dass die Bäume am Grahlplatz, die die Wittenberger Straße säumen, stehen bleiben. Er finde es traurig, wenn diese grüne Oase auf einmal für Jahre verschwinde, denn Ersatzpflanzungen müssen erst wachsen.

Bürgermeisterin Annett Jura sieht die zusätzliche Fällung gut begründet zumal „auch neue Bäume gepflanzt werden“. Der Hinweis auf die recht kritische Vitalität besagter Altbäume sei für sie nachvollziehbar. Und das offensichtlich auch für die meisten Mitglieder des Hauptausschusses. Denn nur mit der Gegenstimme von Hartmut Schneider wurde der Beschluss in die Stadtverordnetenversammlung weiterempfohlen.  

zur Startseite

von
erstellt am 02.Feb.2016 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen