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Der Prignitzer

08. Dezember 2016 | 01:09 Uhr

Fehlende Buchungen : Hotel am Stern schließt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Eigentümergesellschaft gibt wirtschaftliche Gründe an / Für Prignitz-Hotel neuer Eigentümer gesucht

In der Wittenberger Hotellandschaft stehen Veränderungen an. Das Hotel am Stern schließt zum Jahresende. „Wir nehmen keine Buchungen mehr an, haben für das nächste Jahr auch schon rückbuchen müssen“, sagt Annika Resch. Die Assistentin der Eigentümergesellschaft mit Sitz in Münster bestätigt damit das in der Stadt kursierende Gerücht, dass das Hotel im Zentrum der Stadt am Eingang zur Altstadt aufgibt.

Als Grund nennt Resch die wirtschaftliche Situation. „Wir konnten keine entsprechenden Umsätze mehr erzielen.“ Das 3-Sterne-Haus mit seinen gut 30 Betten ohne eigenes Restaurant, aber mit Frühstücksangebot für seine Gäste entstand nach der Wende, als die Stern-Passage als Gesamtkomplex gebaut wurde. Auch die Passage selbst hat einige Probleme mit der Vermietung der Gewerbe- bzw. Gastronomieflächen.

Wie Annika Resch gestern sagte, gebe es noch keine konkreten Pläne, wie es mit den Hotelräumlichkeiten künftig weitergeht. „Wir stellen erst einmal den Betrieb ein.“ Für die Mitarbeiter gebe es damit keine Weiterbeschäftigung.

Einen neuen Eigentümer für sein Haus sucht auch Manfred Prietzel, Chef des Prignitz-Hotels am Bismarckplatz. „Ich möchte mich mit meinen 76 Jahren aus Altersgründen, aber auch wegen meiner Gesundheit etwas zurückziehen“, sagt Prietzel. In der Stadt kursieren Gerüchte, dass es für das 3-Sterne-Haus mit Gastronomie und Veranstaltungssaal im Untergeschoss Interessenten geben soll. Zum einen ist die Rede von einem Hotelier, der Interesse an der Immobilie zeige. Zum anderen soll sich jemand um das Gebäude bemühen, um dort künftig altersgerechtes Wohnen für Senioren zu ermöglichen.

Auf „Prignitzer“-Nachfrage sagte Manfred Prietzel gestern, er könne zu derartigen Gerüchten nichts sagen.

Uwe Neumann bedauert als Chef des Kultur- und Tourismusbetriebes und vormaliger Geschäftsführer des Prignitzer Tourismusverbandes, wenn die Bettenkapazität zurückgeht. Neumann sagt: „Wittenberge hat sich in den Jahren touristisch insgesamt sehr gut entwickelt. Davon zeuge auch, dass die Investitionen auf der Ölmühle Stück für Stück weitergehen. „Das touristische Angebot bei uns wächst weiter.“ Und damit sei es auch klar, dass mittelfristig „weiter Hotelkapazitäten in hoher Qualität benötigt werden“. Und deshalb sei es sehr bedauerlich, wenn Kapazitäten nicht mehr verfügbar sein sollten. „Denn wirtschaftlich kann die Stadt durchaus noch weitere Angebote vertragen.“

 

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erstellt am 25.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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