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Der Prignitzer

04. Dezember 2016 | 02:58 Uhr

Diskussion in Perleberg : Hagen soll neugestaltet werden

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Pflasterung und Möblierung stoßen im Hauptausschuss auf Kritik /Einwohnerversammlung am 13. Dezember geplant

Der Hagen soll neugestaltet werden. Der Blick geht dabei in Richtung des Bereichs südlich vom sogenannten Gummisteig. Dieser soll mit Städtebaufördermitteln entsprechend aufgewertet werden. Mehrheitlich billigten die Mitglieder des Hauptausschusses die Vorplanung, empfahlen sie der Stadtverordnetenversammlung. Die Entscheidung fiel allerdings knapp aus. Denn hinsichtlich des Wie gibt es offensichtlich noch reichlich Redebedarf. Was als Aufwertung des Gartendenkmals seitens der Verwaltung, der BIG-Städtebau als Sanierungsträger und des Planungsbüros offeriert wird, stößt bei einigen Abgeordneten nicht auf Begeisterung.

Einigkeit besteht zumindest darin, dass der Hagen eine Aufwertung erfahren soll. Mehr zum Erleben, zum Anfassen soll er werden, eben eine grüne Lunge mit Aufenthaltsqualität, mit Spielgeräten für die Kleinen, eine Liegewiese für die Gymnasiasten, Bänke für jeden, der hier einfach nur verweilen möchte, und auch die Freizeitsportler sollen nicht vergessen werden.


Vorhandenes mit Neuem kombinieren


Die Grundstruktur des Areals wie auch alles Erhaltenswerte werde man bewahren, unterstreicht Franz Beusch vom gleichnamigen Landschaftsarchitekturbüro. Das Vorhandene soll mit Neuem kombiniert und gestalterisch so eingebunden werden, dass alles ein Blickfang und zugleich ein Angebot für Spiel, Spaß und Erholung darstellt, und alles unter denkmalpflegerischem Aspekt.

Eine Jury, in der auch Denkmalpflege und Naturschutz vertreten waren, überzeugte die Offerte des Landschaftsarchitekturbüros Beusch. Ins Auge stach hier unter anderem die neue Anordnung des Spielplatzes vor den großen Bäumen entlang der Eichenpromenade. Ein zusätzlicher gepflasterter Weg soll zu den Angeboten führen. Spielgeräte für die Kleinen, aber auch für jeden, der Spaß an Bewegung hat, werden installiert und soweit möglich, auch die bereits vorhandenen mit integriert. Drehbare Liegen laden zum Verweilen ein – wie weiterhin auch die Wiese.

Die Gestaltungsskizze dieses Landschaftsarchitekturbüros sei am vielseitigsten und flexibelsten hinsichtlich einer besseren Nutzung der Wiese, so sah es die Jury. Geplant sei so auch die Schaffung eines Stromanschlusses, damit hier die eine oder andere Veranstaltung wieder stattfinden kann.

Einbezogen in die Freiflächennutzung werden soll auch die Stepenitz. Bänke mit umklappbaren Lehnen, denkbar wäre auch ein Bootsanleger. Kleine sogenannte Gräserkabinette sollen zum einen die Vielfalt der Vegetation hier verdeutlichen, zum anderen eine natürliche Abgrenzung für Groß und Klein schaffen, ohne die Sicht zu versperren. Wege, soweit erforderlich, werden befestigt, aber nicht mit Beton. Auch die Beleuchtung wird grundlegend erneuert. LED steht fest, aber welche Gestalt die Lampen haben werden, darüber wird noch zu reden sein.


Knackpunkt ist das Wie


Doch nicht nur darüber, wie im Hauptausschuss deutlich wurde. Der befestigte parallel zur Eichenpromenade angedachte Weg – Jan Domres (Linke) findet die Idee gut, auch wenn über die Art der Befestigung noch nicht das letzte Wort gefallen sein sollte. Rainer Pickert (CDU) und Michael Hoheisel (Linke) hingegen können sich weder mit der Pflasterung und der angedachten Möblierung anfreunden noch mit der Art der Gestaltung des Spielbereiches, angeordnet auf einem Sandbett, das einem trockengelegten Bachbett nachempfunden werden soll. Vor allem auch die Frage der späteren Unterhaltung ist ihnen, wie auch anderen Abgeordneten, noch nicht beantwortet.

Noch ist der Stadtbetriebshof nicht involviert, räumte Bauamtsleiter Hagen Boddin ein. Claudia Ludwig von der BIG-Städtebau unterstrich hingegen noch einmal, dass es sich hier erst um eine Ideenvorlage handle. So ist auch eine Einwohnerversammlung am 13. Dezember geplant, wo das Projekt öffentlich vorgestellt wird und eben auch die Meinung der Perleberger gefragt sei. Uhrzeit und Ort werden noch bekannt gegeben. 

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erstellt am 29.Nov.2016 | 11:00 Uhr

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