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Der Prignitzer

11. Dezember 2016 | 11:01 Uhr

Aktionstag in Weisen und Schilde : Großreinemachen in der Gemeinde

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

An die 80 Weisener und Schilder harkten Laub und schnitten Hecken / Erstmals Weihnachtsbaum vor Schilder Kirche aufgestellt

Wer am Samstag durch Weisen und Schilde fuhr, der hatte den Eindruck, hier ist eine ganze Gemeinde am Putzen. Gut 60 Leute – Jung und Junggebliebene – waren allein auf dem Friedhof in Weisen zu Gange. „Knapp 20 sind es auch noch auf dem kirchlichen Anwesen in Schilde“, überschlägt Bürgermeister David Leu, der natürlich mit gutem Beispiel voran ging. Und auch auf dem Anger in der Reichsbahnsiedlung sei man am Wirken. Hier erhalten die Hecken ihren Winterschnitt.

Von Jahr zu Jahr machen mehr mit, freut sich der Bürgermeister. „Vielleicht ist das auch Ansporn für jene, die immer nur meckern, selbst mal was für das Dorf zu machen.“ Als Bürgermeister stehe er sprichwörtlich zwischen Baum und Borke: Auf der einen Seite setzt das Geld ihm Grenzen, auf der anderen lasse sich nur gemeinsam etwas zu bewegen.

Zweimal – im Frühjahr und im Herbst – ruft die Gemeinde so zum großen Saubermachen auf. „Jetzt, am Vortag des Todensonntags geht es vor allem ums Laubharken auf den Friedhöfen“, ergänzt David Leu. Grund und Boden gehöre der Kirche, die Bewirtschaftung liege aber in den Händen der Gemeinde.

Die Eichen auf dem kirchlichen Anwesen haben wieder tüchtig für Laub und Arbeit gesorgt. Es zu beräumen – für die Gemeindearbeiter allein sicher kaum zu schaffen. Doch auch sie sind am Samstag emsig am Harken, „freiwillig, niemand schreibt da Stunden“, ergänzt der Bürgermeister. In Einsatz auch der Blaurocknachwuchs. „Im vergangenen Jahr haben wir schon mit gemacht und jetzt eben auch wieder“, berichtet der 10-jährige Klemens von der Jugendwehr. Schließlich soll das Dorf doch sauber ausschauen. Das kann Irmgard Roßdeutsch nur unterstreichen. „Wenn es sich einrichten lässt, dann machen ich natürlich mit. Es kann einem doch nicht egal sein, wie das Dorf aussieht.“ „Und wenn jeder zupackt, ist die Arbeit schnell getan“, ergänzt Thomas Woith. Tatkräftige Unterstützung vor allem mit Technik gibt es da auch wieder von Landwirten aus der Gemeinde.

Bereits im Vorfeld wurde das Umfeld des Jugendklubs auf Vordermann gebracht. „Da waren es auch so an die 15 Leute, die ohne viel zu fragen einfach gemacht haben“, betont David Leu. Auch der Sportverein habe am Donnerstag seinen Trainingsplan geändert. Die Mannen um Andy Maraske krempelten die Ärmel hoch und schwangen rund um die Sporthalle Harke und Besen.

Die Gemeinde kann sich wieder sehen lassen und „bei solchen Gelegenheiten rede man auch wieder mehr miteinander“, ist sich der Bürgermeister sicher. Übrigens, demnächst kommt der neue Veranstaltungskalender der Gemeinde. Darin natürlich auch die Termine für das Großreinemachen 2017. Aber auch im Amtsblatt, im Bürgermeisterbrief und auf Facebook werde kommuniziert. Insbesondere über Facebook komme man an die Jugend ran, weißt David Leu.

Mit dem Harken war es am Sonnabend noch nicht getan. Die Weihnachtsbäume in der Gemeinde wurden noch aufgestellt – erstmalig auch einer vor der Kirche in Schilde. Am kommenden Samstag, 26. November, 17 Uhr, soll die Adventszeit hier eingeleuchtet werden. Und dafür spendiert der Bürgermeister eine Runde Bratwurst und Glühwein. „Von den 105 Schilder haben 94 bereits ihr Kommen zugesagt“, berichtet er nicht ganz ohne Stolz.

Am Sonnabend hingegen wartete auf die vielen fleißigen Helfer aus Weisen und Schilde Erbsensuppe aus Siegbert Glockzin’s Gulaschkanone. Und die hatten sie sich wirklich verdient.

 

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erstellt am 21.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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