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Der Prignitzer

10. Dezember 2016 | 04:04 Uhr

Kontrolle des Perleberger Stadtgrüns : Gesundheitscheck für Bäume

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Turnusmäßige Kontrolle mit Schwerpunkt Hagen / Neun Fällungen in Stadt bzw. Ortsteilen notwendig, rund 50 Pflanzungen geplant

Wenn die Bäume ihre Blätter verlieren wird oftmals sichtbar, wie es wirklich um ihre Gesundheit bestellt ist. Für Antje Hartwig, zuständig für den Umwelt- und Naturschutz bei der Stadt, der Zeitpunkt, um den hölzernen Bestand wieder unter die Lupe zu nehmen.

An die 6000 Bäume plus Baumgruppen gehören neben dem kommunalen Forst zum Tafelsilber der Stadt. Und das hegt und pflegt man, betont die Naturschützerin. Regelmäßige Kontrollen sind da Satz. Der Hagen mit seinem besonders schützenswerten Bestand, ist da einer der Schwerpunkte.

Vor fünf Jahren untersuchte ein Spezialist hier die vermeintlichen Sorgenkinder. Nun wurde es wieder Zeit. So ging es mit der Hebebühne des Stadtbetriebshofes wieder hoch bis in die Krone. Ein anerkannter Gutachter vom Gehölzsachverständigenverband prüfte acht Eichen auf „Herz und Lunge“ und auch einschließlich der Seilverspannung für die Kronensicherung. Noch steht das Ergebnis aus, aber man kann davon ausgehen, die Bäume müssen wieder „verarztet“ werden. Stark-Äste müssen zurückgeschnitten, Totholz beseitigt werden, ist sich Antje Hartwig sicher.

An die 200 Jahre haben die ältesten Eichen im Hagen im Gehölz, die meisten an die 120 Lenze. Sie stehen relativ dicht, bilden eine Allee. Und damit ist die Stadt in der Verkehrssicherungspflicht.

Vom Stammfuß bis zur Krone wurden die Bäume kontrolliert. Für einen dieser hölzernen Riesen gibt es aber kaum noch Rettung – er ist abgestorben. „Warum wissen wir nicht. Er war aber in den Jahren zuvor schon nicht mehr sehr vital“, erläutert die Umweltfachfrau. Mit dem Landkreis werde man nun über sein weiteres Schicksal zu befinden haben.

In der Lehmann-Promenade sind es einige Linden, die inzwischen hohl oder zumindest nicht mehr sehr vital sind. Hier wolle sie gemeinsam mit der Baumschutzkommission der Stadt darüber befinden, was erforderlich ist, betont Antje Hartwig.

Doch auch dieses Mal muss notgedrungen bei neun Bäumen in der Stadt bzw. den Ortsteilen die Säge angesetzt werden. Sie sind abgestorben und zu einer Gefahr geworden“, begründet Hartwig das Vorgehen. Als Beispiele führt sie drei Eichen in Dergenthin an. In der Grabenstraße in Perleberg trifft es eine Linde, am Beyerteich eine Birke.

Im gleichen Atemzug kommt aber neues Grün in die Stadt und die Ortsteile. An die 50 Bäume werden wieder gepflanzt, unter anderem Richtung Groß Buchholz. Ergänzt werden soll auch die Lindenallee in Groß Linde. Auf Wunsch des dortigen Ortsvorstehers werden zudem Schmuckgehölze wie Buche und Ulme auf dem Friedhof gepflanzt. Am Waldrand von Lübzow hingegen sollen Wildobstbäume ihren Platz erhalten.  

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erstellt am 28.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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