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Der Prignitzer

05. Dezember 2016 | 13:35 Uhr

Kurzarbeit durch Straßenbau : Geschäft läuft im Kuhstall weiter

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Während der Fahrbahnerneuerung in der Ortslage Premslin/Glövzin bleibt das Gasthaus Dahse geschlossen

Seit gestern ist das Gasthaus Dahse mit Hotel- und Restaurantbetrieb in Premslin für acht Wochen geschlossen. Der Grund: Die Fahrbahnerneuerung der B5 in Premslin/Glövzin. Die Bauarbeiten liefen am Morgen aus Richtung Karstädt an. „Es ist für uns eine besondere Herausforderung. Wir gehen der Aufgabe mit gemischten Gefühlen entgegen“, gesteht Dietmar Dahse. Denn durch die Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt ist das Gasthaus nicht zu erreichen, da es im Mittelstück liegt. Im Gegensatz zum Kuhstall in Glövzin. Der ist von der Klockower Straße in Premslin über die Straße Zum alten Flugplatz von hinten aus zu erreichen. Diese Zufahrt wurde für die Anlieger und den Öffentlichen Nahverkehr ertüchtigt. Und da fanden Dietmar Dahse und sein Bruder Dagobert die Lösung. Während das Gasthaus geschlossen ist, wird der Ruhetag am Montag im Kuhstall gestrichen, so dass jener täglich ab 17 Uhr geöffnet hat. Für Hotelgäste stehen dort wie gewohnt elf Doppelzimmer zur Verfügung. „Da müssen wir durch. Aber die Gäste sollen wissen, wir sind für alle da“, so die beiden unisono.

Allerdings hat die vorübergehende Schließung Konsequenzen für die vier angestellten Mitarbeiter des Gasthauses. „Wir beantragen beim Arbeitsamt Kurzarbeit. Wir können es uns nicht leisten, wenn wir nicht erreichbar sind, Leute zu beschäftigen, die keinen Umsatz machen“, betont Dietmar Dahse, der verdeutlicht, dass „wir nicht ohne Schaden da herauskommen, die fixen Kosten bleiben ja.“

Die Dahses geben jedoch zu, dass die Bauarbeiten vom Termin her schon ganz gut von der Jahreszeit gelegen sind. „Wenn alles gut geht, sind wir im Weihnachtsgeschäft mit dem Gasthaus wieder dabei. Aber wir haben schon ein bisschen Angst, dass wir in die kalte Jahreszeit kommen.“ Dieses Szenario wollen sich die Dahses gar nicht ausmalen, hoffen sie doch, dass die Bauarbeiten in der Ortslage wie vorgesehen bis Ende Oktober abgeschlossen sind. Sie haben schon mit dem November eine zeitliche Karenz eingeplant.

Auch wenn sie sagen, dass es durch die Schließung einen Einschnitt gibt, sehen die beiden allerdings „die Notwendigkeit der Fahrbahnerneuerung. Sie wurde vor etwa 20 Jahren gemacht. Die Gullydeckel und Bordsteine sind an einigen Stellen abgesackt, es poltert da ganz schön“, so Dagobert Dahse, der seit Monaten als Ortsvorsteher immer eine Lösung für die Anlieger gefordert hatte. Mit der über die Klockower Straße und auch von Quitzow über Neu Pemslin zeigt er sich zufrieden. „Mir ging es immer darum, dass die Anlieger wenigstens bis zur Baustelle durchkommen. Dass es durch die Fräsarbeiten oder das Auftragen der neuen Decke mal drei Tage zur Sperrung kommt, ist klar“, so Dagobert Dahse.

Der Durchgangsverkehr wird über Karstädt nach Reetz, Groß Buchholz und Quitzow umgeleitet. Denn parallel zur Ortsdurchfahrt Premslin/Glövzin wird auch der Abzweig B5/Schönfeld ausgebaut. Dieser soll bis Ende November fertig sein.

So bald die Ortsdurchfahrt aber fertig ist, wird sie wieder freigegeben unabhängig von den Bauarbeiten bei Schönfeld, hatte Robby Werdermann vom Dezernat Bau West des Landesstraßenbetriebs Kyritz im Gespräch mit unserer Redaktion betont.

 

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erstellt am 04.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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