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Gemeinden in der Prignitz

30. Mai 2016 | 22:15 Uhr

Wir in Dergenthin : SV Dergenthin ganz international

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Drei Rumänen laufen in der 1. Mannschaft mit auf, ein Moldawier bei den alten Herren

Bis ins Jahr 1949 reicht die Geschichte des SV Dergenthin. Wobei, damals hieß man noch SG Dergenthin, später dann, „als sich alle Sportvereine auf dem Dorf Traktor nannten, eben Traktor Dergenthin“ und seit der Wende hat das Kind nun seinen jetzigen Namen, ist von Hans-Hugo Hüttmann, seines Zeichens Vereinsvorsitzender, zu erfahren. Und mit der Wende sind die Fußballer nur noch unter sich, „bis dahin gehörten die Reiter noch zum Verein“, ergänzt Hüttmann.

Über 50 Mitglieder zählt der Verein heute, „aktive Fußballer sind es leider nicht so viele“, räumt der Vereinschef ein. Und das wurde zusehends zum Problem für die Elf, die in der 1. Kreisklasse West spielt. Kurzentschlossen holte man sich internationale Unterstützung. Seit diesem Jahr stehen drei rumänische Spieler im Mannschaftsaufgebot der Dergenthiner und „sie sind echt eine Bereicherung für uns“, sagt Mario Menzel. Er selbst ist früher mit aufgelaufen und engagiert sich als Nebeliner noch heute im und für den Verein. Sein Kontakt zu Max – der eigentlich Igor heißt, in Moldawien geboren, in Sükow jetzt zuhause, dessen Muttersprache Rumänisch ist und der bei den Alten Herren der Spielergemeinschaft Dergenthin/Cumlosen kickt – war es, der die Newcomer ins Team der 1. Mannschaft holte.

Mihai, Alin und Adrian arbeiten bei VION und nach Feierabend wurde auf dem Perleberger Bolzplatz am Schwimmbad eben Fußball gespielt. „Das sah recht gekonnt aus“, meint Max, wie ihn alle nennen, der die Drei immer wieder beobachtete.

Schließlich sprach er sie an und fortan kamen sie zum Training nach Dergenthin und jetzt in der kalten Jahreszeit in die Sporthalle der Perleberger Oberschule, „die immerhin in der Dergenthiner Straße ist“, fügt Menzel lachend an. Bis dahin jagten sie dem Leder aus Spaß an der Freude nach. „Liga-Erfahrung hatte keiner von ihnen“, berichtet Menzel. „Aber jetzt“, setzt der Vereinschef nach. Und offensichtlich macht es den Dreien einen Riesenspaß, denn mittlerweile habe weitere Rumänen, die in Perleberger Firmen arbeiten, Interesse angemeldet, beim SV Dergenthin aktiv Fußball zu spielen.

„Als ordentliches Mitglied, das heißt sie zahlen wie alle anderen auch ihren Vereinsbeitrag“, ergänzt Eckhard Zander. Er ist übrigens der Senior im Verein, seit über 50 Jahren Mitglied. Fußball habe er gespielt seit er laufen konnte, erzählt er schmunzelnd. Heute ist er Ehrenmitglied beim SV Dergenthin, der mit der Spielgemeinschaft rund 30 Aktive hat. Und vielleicht demnächst noch einpaar gebürtige Rumänen mehr.

 

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erstellt am 06.Jan.2016 | 00:32 Uhr

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