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Der Prignitzer

29. September 2016 | 10:24 Uhr

Offene Gärten : Gärten öffnen ihre Türen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

An drei Tagen im Frühjahr, Sommer und Herbst zeigen Prignitzer ihre Grünen Daumen.

Anregungen holen, mit anderen ins Gespräch kommen oder einfach die Natur genießen: All das ist bei der nunmehr achten Ausgabe der „Offenen Gärten in der Prignitz“ möglich. Insgesamt 30 von ihnen und der Park in Groß Pankow beteiligen sich an der Aktion.

Ein illustriertes Faltblatt informiert darüber, welche grüne Oase wann geöffnet hat. Geplant sind drei Termine: der 8. Mai, 12. Juni und 11. September. Die teilnehmenden Gärten sind durch ein gelbes Schild mit der Aufschrift „Offene Gärten“ gekennzeichnet.

Neu dabei sind Monika und Hagen Liedtke aus Mansfeld mit ihrer Funkien- oder Herzblattliliensammlung, die Imkerei von Kerstin Wernicke in Ellershagen, das Atelier im Grünen von Jost Löber in Horst und der asiatische Garten von Michael Stahlberg in Blumenthal. „Der japanische Stil ist ein Trend und kennzeichnet sich durch Steinkreationen und -figuren aus. Außerdem gibt es zum Beispiel Bonsaibäume. Die Gärten sind relativ puristisch“, erklärt Martina Grade, vom Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg, das die Aktion vor Jahren ins Leben rief. „Alles begann im Jahr 2002 mit dem Wettbewerb ,Schönster bäuerlicher Garten’. Den gewann Dorothea Hansen aus Kleeste bei Berge. Wir merkten, dass das Interesse an dem Thema sehr groß war“, schildert Martina Grade. Dadurch sei die Idee entstanden, Gärten der Region vorzustellen. „Irgendwann wurde die Nachfrage zu groß und wir mussten uns ein neues Konzept ausdenken.“

Später bot das Biosphärenreservat dann Spaziergänge durch verschiedene Gärten an. „Wir wollten mit der Aktion die Tradition der Gartengestaltung thematisieren und erhalten“, sagt Grade, die beim Biosphärenreservat für die nachhaltige Entwicklung zuständig ist. „Die Offenen Gärten sind eine Win-Win-Situation. Die Besucher sind genauso gepolt wie die Gärtner. Man kann fachsimpeln, sich Tipps holen und der Gärtner bekommt eine Resonanz auf seine Arbeit. Schließlich ist jeder Garten ein Unikum“, sagt Martina Grade. Es sei reizvoll zu sehen, wie unterschiedlich die Gärten angelegt sind. „Ein Garten lebt von Pflanzen, Sträuchern und Bäumen. Aber auch von der Variation zwischen Wiesen- und Rasenflächen. Bei alldem gibt es unzählige Möglichkeiten, wie man seinen Garten gestalten kann.“

In dem Faltblatt, das ab März in den Prignitzer Touristinformationen und allen Filialen der Volks- und Raiffeisenbank ausliegt, ist gekennzeichnet, was die Besucher wo erwartet. So bieten einige Gärtner Kaffee und Kuchen an, geben Pflanzen ab oder bieten Führungen an. „Zum Beispiel bringt Professor Bernhard von Barsewisch den Interessierten den Park in Groß Pankow näher. Das ist sehr empfehlenswert“, meint Martina Grade. Der Zutritt zu den Kleinoden ist an den drei Tagen kostenlos.

Grundsätzlich kann sich jeder Gartenbesitzer für die Aktion beim Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg melden. „Man sollte einfach nur Geschichten über seinen Garten erzählen können“, so Martina Grade.

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erstellt am 25.Feb.2016 | 12:30 Uhr

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