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Der Prignitzer

11. Dezember 2016 | 14:52 Uhr

Wie weiter mit Wittenberges Badegewässer? : Friedensteich ist Sorgenkind

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Das Badegewässer verlandet seit Jahren / Handlungsbedarf, aber noch kein schlüssiger Plan

Der Friedensteich als einzige Freiluftbad von Wittenberge droht zu verlanden. „Die fürs Baden und Schwimmen geeignete Fläche ist in den letzten 20 Jahren, seit wir den Naturteich gepachtet haben, immer kleiner und flacher geworden“, sagt Lutz Lange von der Bäder GmbH. Er hoffe auf schnelle und effektive Entscheidungen der Stadt und ihrer Abgeordneten, um den Teich zu sanieren. Er sei sich sicher, so Lange, dass die Kommune als Eigentümer des Badegewässers plus Umgebung den Ernst der Lage erkannt hat und deshalb so schnell wie möglich handeln wird.

Einig sind sich die pachtende Bäder GmbH und der Kultur- und Tourismusbetrieb in ihrer Einschätzung, dass zum Erhalt des Badeteiches Maßnahmen dringend erforderlich sind. „Wir sollten uns sehr ernsthaft überlegen, wie wir das Problem schnell gelöst bekommen“, mahnte Hans-Joachim Lüttschwager (CDU) am Dienstagabend auf der Sitzung des KSTW-Werkausschusses an.


Besichtigung an Ort und Stelle


KSTW-Werkleiter Uwe Neumann und Ausschussmitglieder haben sich vor einigen Wochen direkt am Teich ein Bild gemacht. „Es ist keine Frage, wir müssen etwas unternehmen“, sagt Neumann auf „Prignitzer“-Nachfrage. Er warnt aber gleichzeitig vor Schnellschüssen: „Wir müssen sehr genau prüfen lassen, was getan werden kann mit welchen Auswirkungen für das Gewässer.“ Neumann führt als ein Beispiel die hydrologischen Aspekte an. Und natürlich spielen auch die Kosten eine Rolle. Die Stadt befindet sich in der Haushaltskonsolidierung. Gibt es Fördermittel? Auch das ist zu klären. KSTW-Chef Neumann sagt: „Es sind langfristige strategische Entscheidungen zu treffen, um den Friedensteich für die Bürger hier und als Anlaufpunkt für Gäste erhalten und ausbauen zu können.“

Als die Bäder GmbH das Naherholungszentrum Mitte der 90er Jahre pachtete, „haben wir das Konzept des Naturbades verändert, um aus der Verlustzone zu kommen“, blickt Lutz Lange zurück. Die Bädergesellschaft setzte auf Übernachtungen. Erst in Zelten, dann wurden die Hütten angeschafft. Beachvolleyball kam hinzu.


Pächter möchte gern weiter investieren


„Wir haben in den Jahren über eine halbe Million Euro in das Pachtobjekt investiert, die Qualität von Anlagen und Gebäuden deutlich verbessert. Aber das Problem bleibt das Gewässer“, sagt Lange. Hauptpartner der Bäder GmbH am Friedensteich sei der Landessportbund. Und dieser habe bereits signalisiert, dass für die weitere Zusammenarbeit die Nutzung des Badesees von größter Bedeutung sei. Lange dazu: „Wir als Pächter müssen wissen, wie es weitergeht, damit wir strategisch planen können.“ Nicht ausschließen will Lange auf Nachfrage, dass das auch den Rückzug bedeuten könne. „Aber das wollen wir nicht. Vielmehr möchten wir investieren. Wenn der Friedensteich saniert wird, dann wollen wir langfristig weitere 100  000 Euro in das Gelände und die Gebäude stecken“, sagt Lutz Lange.  

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erstellt am 24.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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