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Der Prignitzer

11. Dezember 2016 | 07:06 Uhr

Pipeline in gefahr : Flächenbrand bedroht Pipeline

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Feuerwehrübung mit sieben Wehren und rund 70 Kameraden an der Armaturenstation bei Dergenthin

Donnerstag, 17 Uhr, erfolgt die Alarmierung von der Leitstelle in Potsdam: „Flächenbrand Dergenthin in Richtung Laaslich, AS 17 bedroht.“ Die Feuerwehren aus Perleberg, Dergenthin, Quitzow, Spiegelhagen, Karstädt, Laaslich und Nebelin rücken an. Die Kameraden gehen davon aus, dass das Feuer auf die Amaturenstation 17 (AS) der Pipeline des Betreibers Dow Olefinverbund GmbH übergreifen könnte. Schnell sind die ersten Kameraden vor Ort. Sie schickt Perlebergs Stadtwehrführer Thomas Gäde, der den Einsatz leitet, zum Aufbau der Wasserversorgung. „Der Löschteich in Dergenthin Bahnhof ist 1200 Meter entfernt“, erklärt Gäde. Unterdessen bauen bereits Kameraden aus Quitzow den vielleicht benötigten Lichtmasten auf. Die Perleberger sind mit ihren Wasserwerfern im Einsatz, löschen den Flächenbrand. Um 17.40 Uhr beendet Gäde den Einsatz, an dem rund 70 Kameraden mit zehn Fahrzeugen beteiligt sind.

Es ist ein Szenario, das jederzeit passieren kann. Zum Glück nicht am Donnerstag. Es ist eine vom Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Prignitz anberaumte Übung. Er ist vertraglich zur Sicherung der Pipeline verpflichtet, wie der zuständige Sachbereichsleiter Erich Schlotthauer erklärte und so sei auch Bestandteil, regelmäßig Übungen durchzuführen. Das Ziel: Das Zusammenarbeiten der Wehren und die Meldewege sollen geprobt werden. Über die Leitstelle wurden nicht nur die Wehren, sondern auch die Messwarte des Betreibers alarmiert. Ganz wichtig auch die Absprachen mit Vertretern des Betreibers und dem Einsatzleiter.

Die Pipeline dient zur Rohstoffversorgung mit Naphta (Rohbenzin), sie führt über 437 Kilometer von Rostock nach Böhlen bei Leipzig. In Abständen entlang der Pipeline stehen Amaturenstationen, die Sicherheitseinrichtungen sind, um bei Gefahr Pipelineabschnitte zu sperren, erklären Vertreter des Betreibers vor Ort, der seinen Sitz in Schkopau hat.

Unter der Beobachtung des Kreisbrandmeisters Holger Rohde und seines Stellvertreters Volker Lehmann läuft die Übung „wie es auch in der Realität laufen kann“, zieht Gäde wie auch die anderen Experten ein positives Fazit. Die Fahrzeuge seien bis zu zwei Drittel besetzt, eine Pumpe im laufenden Betrieb – wie passiert – könne immer ausfallen. „Innerhalb einer Minute war Ersatz da“, so Gäde. Im Ernstfall, so der Perleberger Stadtwehrführer, hätte man noch die Kameraden aus Premslin/Glövzin und das zweite Fahrzeug aus Spiegelhagen dazugeholt. Die Übung am Donnerstag ist im Vorfeld bei den Kameraden bekannt. „Wir wollten die Arbeitgeber nicht unnötig belasten“, betont Gäde.

 

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erstellt am 08.Okt.2016 | 03:45 Uhr

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