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Der Prignitzer

08. Dezember 2016 | 05:01 Uhr

Fachkräftesicherung : Emsiges Werben um Nachwuchs

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Während die Zahl der Lehrlinge im Prignitzer Handwerk weiter sinkt, gibt es im Kammerbezirk Potsdam insgesamt wieder Zuwächse

Die Handwerksgesellen und -meister von morgen liegen den Handwerkern von heute besonders am Herzen. Das bekräftigten in der diesjährigen Vollversammlung der Kreishandwerkerschaft Prignitz vorgestern in Düpow sowohl der scheidende Kreishandwerksmeister Lothar Hildebrandt, als auch Kammergeschäftsführer Ralph Bührig aus Potsdam. Hildebrandt betonte, dass sich die Handwerkerschaft in den vergangenen Jahren mit zunehmender Intensität speziell an den Berufsstartermessen in der Region beteilige. „Auch diesen Sonnabend bei der GO!-Messe in der Perleberger Rolandhalle präsentieren wir uns wieder mit einem breiten Spektrum“, blickt der Pritzwalker Dachdeckermeister voraus. Trotz dieser und zahlreicher weiterer Aktivitäten, u. a. im Netzwerk Schule-Wirtschaft, sei die Zahl der Lehrlinge, die alljährlich in der Prignitz in diese Branche einsteige, rückläufig. Aktuell seien es 70 neue Azubis. Die Nachwuchsgewinnung gestalte sich schwierig, so Hildebrandt. Vor diesem Hintergrund stehe die Prignitzer Handwerkerschaft natürlich möglichen Ausbildungsverträgen mit Flüchtlingen und Aussiedlern offen gegenüber. Es seien auch bereits solche Verträge geschlossen worden, berichtet Lothar Hildebrandt.

Ralph Bührig bestätigt zum einen die Einschätzung des Kreishandwerksmeisters, verkündete in Düpow zum anderen aber auch eine Erfolgsmeldung: „Dieses Jahr konnten wir im Kammerbezirk bislang rund 1200 neue Ausbildungsverhältnisse abschließen – sieben Prozent mehr als noch 2014.“ Damit sei das Handwerk der einzige Wirtschaftszweig überhaupt in Nordwestbrandenburg, der diesbezüglich zulegen konnte, auch wenn sich das, so Bührig, momentan nicht konkret im Landkreis Prignitz bemerkbar mache. Maßgebend für die Gewinnung von Lehrlingen seien u. a. zwei wesentliche Aspekte: die Standorte der Berufsschulen und die Möglichkeit, auch Schüler der Gymnasien aktiv als künftige Handwerker zu werben. Letzteres sei ab dem Schuljahr 2016/17 in einer entsprechenden Landesrichtlinie bindend geregelt. Ab 16/17 finanziere das Land überdies einen Berufswahlpass. Was die Standorte der theoretischen Lehrausbildung angehe, so plane das Land 2016 eine neue Berufsschulverordnung, informiert Bührig. Und: Handwerksmeister, die sich selbstständig machen, können sich über einen neuen finanziellen Anreiz freuen. Seit dem 1. November gibt es in Brandenburg eine Meistergründungsprämie.  

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erstellt am 04.Nov.2015 | 22:00 Uhr

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