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Der Prignitzer

03. Dezember 2016 | 22:46 Uhr

Freude bei Wittenberger Schützen : Elektronik zählt künftig die Treffer

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Gilde bringt Anlage auf internationalen Standard/ Fördergeld macht es möglich

Der Präsident der Wittenberger Schützengilde, Ingo Rodowski, strahlt, als er die gute Nachricht verkündet: „Wir können unseren Schießstand für die Luftdruck- und die Kleinkaliberwaffen modernisieren, Wettkampfbedingungen schaffen, wie sie bei Landes-, bei deutschen und bei internationalen Wettkämpfen üblich sind. Der Förderantrag ist genehmigt.“

In Zahlen ausgedrückt bedeutet das, die Gilde erhält aus dem vom Land aufgelegten Kommunalen Infrastrukturprogramm, nach dem auch vereinseigene Sportstätten gefördert werden können, 45  000 Euro.

Am Donnerstag ging die Förderzusage bei der Gilde ein. Bis zum Jahresende muss das Geld verbaut sein. „Das ist schon eine Herausforderung, aber wir schaffen es, haben sofort alles Notwendige in die Wege geleitet“, sagt Rodowski. Er ist froh, „dass sich unsere monatelangen Bemühungen ausgezahlt haben“ und bedankt sich auch bei der Stadt und dem Landkreis, „die uns sehr unterstützt haben“.

Der Umbau des Schießstandes für Luftdruck- und Kleinkaliberwaffen auf die elektronische Trefferanzeige einschließlich einer neuen Geschossfangeinrichtung für insgesamt 30 Schießbahnen kostet 60  000 Euro. Die Fördersumme macht 75 Prozent aus. 15 000 Euro steuert der Schützenverein als Eigenanteil bei. „Dieses Geld haben wir als Gilde über die Jahre für diese Investition angespart“, sagt Rodowski. Das sei nicht leicht gewesen, aber die Sparsamkeit zahle sich jetzt aus.

Mit dem Umbau auf die elektronische Trefferanzeige sind in der Gilde die Zeiten der Seilzuganlage, mit der die Sportschützen sich ihre Scheiben holen, um die Treffer zu kontrollieren, vorbei. Diese erscheinen künftig sofort auf einem Bildschirm. Es gibt keine Pause mehr zwischen den Schüssen. Die Sportler legen sofort wieder an, erklärt Rodowski die Veränderungen.

Auf Landesebene in Frankfurt/Oder, bei den Deutschen Meisterschaften in München und auch international sei das elektronische System längst Standard. „Künftig können unsere Wettkampfteilnehmer auch darauf trainieren. Sie müssen sich bei den Meisterschaften nicht jedes Mal erst wieder umstellen“, unterstreicht der Präsident den Vorteil.

Seit Jahren ist die elbestädtische Gilde vor allem auch im Kinder- und Jugendsport höchst erfolgreich. Auf der Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend hatte Rodowski die Vereinsmitglieder informieren können, „dass wir auch 2017 Landesleistungsstützpunkt bleiben. Denn wir haben wieder acht junge Leute, die aufgrund ihrer Leistungen Landeskader sind.  

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erstellt am 12.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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