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Der Prignitzer

08. Dezember 2016 | 17:06 Uhr

Ein Stück Wittenberger Geschichte : Elbausbau zwischen Buchrücken

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Roland Schneider hat mit Akribie und großem Aufwand die Stromregulierung zum Thema gemacht

Glücklich hält Roland Schneider sein Buch über die geschichtliche Entwicklung der Elbregulierung in den Händen. In diesem Buch, das wirklich noch ganz druckfrisch ist, hat der Wittenberger, der über viele Jahre im Wasser- und Schifffahrtsamt tätig war, zusammengestellt und aufbereitet, was er über Jahrzehnte auch in seiner Freizeit an Wissen zusammengetragen und aufbereitet hat.

Schneiders Buch trägt den Titel „Wie die Elbe schiffbar wurde oder die Regulierung der Mittelelbe“. Das hört sich erst einmal trocken an, ist aber eine interessante Aufbereitung Tausender Fakten und Zusammenhänge zum Thema „wasserbaulicher Werdegang bei der Schiffbarmachung der Elbe vom Beginn der Regulierung etwa ab Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart“. Deshalb, so der Buchautor, richte es sich an alle Menschen, die sich für die Elbe interessieren.

Dass Roland Schneider Fallbeispiele aus Elbabschnitten in Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt ausgewählt hat, liegt wegen seines Arbeits- und Lebensmittelpunktes in Wittenberge auf der Hand. Schneider betont aber: „Die Kernaussagen sind auf den gesamten Bereich der Mittelelbe übertragbar.“ Hunderte von Zeichnungen und außerdem Fotos veranschaulichen die Ausführungen. Das Buch lebt von einer sorgfältig aufeinander abgestimmten Mischung von Bild und Text. Acht Jahre habe er aktiv an seinem Buch gearbeitet, erklärt Schneider. Aber eigentlich sei es ein Lebenswerk, „denn mein sämtliches Wissen und alle Erfahrungen auf dem Gebiet sind eingeflossen“.

Auf die Frage, warum man sich an eine derartige Arbeit macht, freiwillig und aus eigenem Antrieb über Jahre Wissen für ein Buch aufbereitet, sagt Schneider: „Ich fühle mich dem wasserbaulichen Erbe verpflichtet“. Er halte es für unheimlich wichtig, Wissen zu bewahren, Fakten und Zusammenhänge festzuhalten, bevor sie verloren gehen.

Herausgeber des Buches ist die Deutsche Wasserhistorische Gesellschaft (DWhG), deren Mitglied Schneider ist. Die DWhG-Mitglieder popularisieren zu wissenschaftlichen Themen. Das Buch von Roland Schneider ist somit zugleich der 15. Sonderband.

Die Publikationen werden laut Schneider zum Selbstkostenpreis angeboten. Die Autoren erhalten kein Honorar.

 

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erstellt am 23.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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