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Der Prignitzer

01. Juni 2016 | 03:37 Uhr

Tag der offenen tür : Ein Blick hinter die Kulissen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Multimediales, fächerübergreifendes Lernen wird groß geschrieben

Wie geht es zu am Marie-Curie-Gymnasium? Welche Ausbildung bietet die Schule und wie wird sie den Heranwachsenden vermittelt? Antworten auf diese und weitere Fragen erhielten Kinder und Eltern am Sonnabend beim Tag der offenen Tür im Haus II neben dem Rathaus.

Natürlich war der Tag für Werbung in eigener Sache da. Das Gymnasium wollte sich im besten Licht präsentieren und zeigte, wie vielfältig die Lehre sein kann. So war im Erdgeschoss das Chemielabor ein Anlaufpunkt für die Gäste, gleich daneben wartete der Fachbereich Deutsch, Englisch und Russisch auf die Besucher.

Schüler der Klasse 8.2 präsentierten zum Beispiel ihre Arbeiten über die USA. „Hier sieht man die Verzahnung verschiedener Fächer. Die Kinder setzten sich mit dem politischen System auseinander, aber auch mit der Kultur, der Geschichte und der Geografie des Landes“, erklärte Englischlehrerin Carola Aßmann. Außerdem sollten die Kinder auch ihre Medienkompetenz trainieren, indem sie eigenständig nach Quellen suchten und deren Seriosität einschätzten.

Auch Schulleiter Andreas Giske betonte, wie wichtig das fächerübergreifende Lernen heutzutage ist. „Wir versuchen, im Unterricht und in Projektarbeiten Inhalte möglichst umfassend und vielseitig zu vermitteln. Dazu gehören auch moderne Lehrmittel“, erläuterte Giske. So verfügt die Schule über 90 Tablet-Computer, 75 Notebooks und 15 interaktive Whiteboards, also spezielle Tafeln, die über einen Beamer auch Inhalte aus dem Internet darstellen können.

Mit einem Vortrag über die gymnasiale Ausbildung wollte Andreas Giske zeigen, wie die Schüler fit gemacht werden für das Studium. Doch er wollte auch Ängste nehmen: „Viele Eltern und Kinder sind unsicher, weil sie nicht wissen, wie schwierig es auf einem Gymnasium werden wird. Doch der Übergang ist gar nicht so schlimm. Das liegt auch daran, dass die Grundschulen fantastische Arbeit leisten.“ In den vergangenen zehn Jahren habe es kein Kind gegeben, dass das Curie-Gymnasium nach der siebten Klasse wieder verlassen musste.

Wie es der Name bereits verrät, liegt der Schwerpunkt des Marie-Curie-Gymnasiums auf den naturwissenschaftlichen Fächern. Giske: „In den Naturwissenschaften gibt es gute Jobaussichten, weil das Thema Innovation in den Betrieben immer wichtiger wird. Ingenieure werden händeringend gesucht.“

Doch einengen wolle man weder sich noch die Schüler. „Wenn Kinder eine Begabung haben, soll sie gefördert werden. Unabhängig davon, in welchem Bereich sie liegt“, so Giske.

Er rechnet damit, dass die neue siebte Klassenstufe dreizügig mit je 28 bis 30 Kindern eröffnet wird. Einer davon könnte Marten Blüthmann (12) sein. „Ich interessiere mich für Mathe und Biologie. Rechnen fällt mir ziemlich leicht und in Bio freue ich mich auf die Experimente. Ich bin generell auch gern draußen in der Natur“, sagte Marten, der im Moment die Geschwister-Scholl-Grundschule in Perleberg besucht. Den langen Schulweg würde er gern auf sich nehmen.

Etwas weiter ist schon Friedrich Stephan aus der Klasse 8.1. Auch ihm liegt Biologie, „weil alles logisch aufgebaut ist“. Das gelte auch für den Lehrstoff in den unterschiedlichen Klassenstufen.

Im Moment beschäftigen er und seine Klassenkameraden sich mit dem menschlichen Körper. „Wir mikroskopieren viel und untersuchen, was alles im Blut enthalten ist“, erzählte der 14-jährige Wentdorfer. Was möchte er später mal werden? „Pilot oder Diplomat“, antwortet Friedrich. „In beiden Berufen braucht man viel Allgemeinwissen und ich bin politisch interessiert. Natürlich spielt auch die Bezahlung eine Rolle“, meint Friedrich.

Wer sich der Biologie im Wahlpflichtunterricht intensiver widmen will, kann am Curie-Gymnasium an einem besonderen Projekt mitwirken. „Die Kinder sollen die Gewässer vor ihrer Haustür untersuchen, zum Beispiel auf den Sauerstoffgehalt. Die Ergebnisse überreichen wir dann der Stadtverwaltung und den angrenzenden Ämtern, mit denen wir kooperieren“, erklärte Biologielehrer Mario Dahse.

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erstellt am 25.Jan.2016 | 08:00 Uhr

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