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Der Prignitzer

27. März 2017 | 06:45 Uhr

Wittenberger Umfeld : Die Post ist eine Elektropionierin

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Briefe und Pakete kommen im Wittenberger Umfeld elektrisch

Nur noch ein Schnurren kündigt den DHL-Zusteller in vielen Orten rund um Wittenberge und in einigen Bereichen der Stadt an. Die Post-Tochter setzt dort seit drei Wochen bei der Verbundzustellung elektrisch betriebene Street-Scooter ein. „Diese Eigenentwicklung des Unternehmens wurde speziell für die gemeinsame Brief- und Paketzustellung im ländlichen Raum konstruiert“, sagte Tina Birke von der DHL-Group Berlin. „Dort stellen die Postboten aufgrund der längeren Entfernungen im Gegensatz zu den Städten Briefe und Pakete zu.“ E-Bikes und E-Trikes wie zum Teil in Städten seien dafür nicht geeignet, daher wurden bisher auch in Wittenberge Transporter mit Dieselmotoren verwendet.

Sieben Postboten sind in Wittenberge mit den Elek-trofahrzeugen unterwegs. Die maximale Reichweite des Fahrzeugs beträgt bis zu 80 Kilometer, die Zustellrouten sind maximal nur halb so lang. Die StreetScooter eignen sich besonders für Fahrten mit vielen Stopps und für kurze Fahrten, wie sie bei Postzustellern üblich sind. Eine Batterieladung genügt für 300 Anfahrvorgänge. Für die E-Mobile wurde der Zustellstützpunkt Wittenberge auch mit eigenen Ladesäulen ausgerüstet.

Mit bis zu 300 Tagen im Jahr erreichen die E-Mobile ähnliche Werte wie Diesel-Fahrzeuge. Die Auswertungen durch die Werkstätten ergaben sogar eine deutliche Reduktion der Wartungs- und Instandsetzungskosten im Vergleich zu den konventionellen Zustellfahrzeugen.

Durch die fast vollständigen Wegfall von Schadstoffemissionen und Lärm sind die Autos sehr umweltfreundlich. Die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen macht den Einsatz von Fahrzeugen mit Elektro-Antrieben laut DHL zu einer zukunftsweisenden Investition,

Das Fahrzeug fährt bis zu 80 km/h schnell und verfügt über eine Leistung von bis zu 30 kW, die von einer Lithium-Ionen-Batterie und einem Asynchronmotor erzeugt wird. Hinzu kommt ein Automatikgetriebe, das die Zusteller sehr schätzen. Auch die Arbeit sei leichter als mit den Vorgängerfahrzeugen, so Tina Birke. Durch die höhere Ladefläche müssen sich die Zusteller beim Be- und Entladen nicht mehr bücken. An der Ladefläche angebrachte LED-Lampen ermöglichen es ihnen, in den Wintermonaten auch im Dunkeln leicht die Beschriftung der Sendungen zu erkennen. Auf antirutsch-beschichteten Ladefläche bleiben Pakete während der Fahrt ruhiger liegen.

Einziger „Wermutstropfen“ für die Zusteller ist, sie müssen bei den Kunden jetzt häufiger klingeln, denn die Ankunft der flüsterleisen StreetScooter bleibt im Gegensatz zu den lauten Vorgängern oft unbemerkt und die Post-Mitarbeiter müssen mit der Haustürklingel auf sich aufmerksam machen.

In den nächsten Jahren sollen in der Prignitz wie überall in Deutschland schrittweise weitere Elektromobile hinzukommen. In der Prignitz ist DHL der größte Elektromobilist. Im Landkreis Prignitz sind 16 E-Mobile privater und gewerblicher Nutzer zugelassen .



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