zur Navigation springen

Der Prignitzer

08. Dezember 2016 | 09:00 Uhr

Führungswechsel in Grube : Die neue Schlossherrin

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Martina Christ hat die Leitung des Gruber Traditionshauses von Christiane Sajonz übernommen und will auch Experimente wagen

Sie ist eine typisch rheinische Frohnatur, das wird gestern schnell klar, als Martina Christ im Schloss Grube eine kurze Antrittsrede hält. Sie leitet nun die Geschicke des Traditionshauses. „Ich habe keine große Präsentation vorbereitet. Sie sollen sich ja nicht langweilen. Außerdem bin ich noch so jung, dass meine Geschichte schnell erzählt ist“, sagt die 44-Jährige schmunzelnd.

Geboren in Neuwied, zwischen Koblenz und Bonn, zog es die gelernte Hotelkauffrau zuletzt nach Berlin, wo sie in den vergangenen drei Jahren das Hotel am Borsigturm nahe des Flughafens Tegel leitete. „Es gab der Lage entsprechend eine hohe Fluktuation bei den Gästen. Da kam es auf nackte Zahlen an, für ausgefallene Ideen war da kein Platz“, erzählt Christ. Sie wollte gern wieder nach Brandenburg, das Land hatte sie 2009 kennen und schätzen gelernt. Damals führte sie in der Uckermark das Ahorn Seehotel in Templin. „Die Brandenburger und die Rheinländer passen von ihrer Art gut zusammen. Außerdem habe ich mir wieder ein kleines Haus als Arbeitsplatz gewünscht.“ Da kam die Zeitungsanzeige gerade recht. Sie habe sich bewusst für die Mark entschieden. „Ich wollte unbedingt nach Grube und freue mich, dass das gelungen ist.“ Das Haus noch mehr als bisher schon zu beleben, wünscht sich Christ. Dabei will sie auch Experimente wagen. „Wir haben schon mal eine Burger-Karte angeboten. Das sorgte anfangs für Diskussion, aber die Gäste waren begeistert. Die Prignitzer sind sehr offen für Neues, wie auch meine Chefs“, lobt Christ. Demnächst soll es auch ein Wein- und ein Kräuterseminar geben. Das Schloss solle noch stärker ins Bewusstsein der Menschen rücken und „nahbarer“ werden. Martina Christ kann auf eine gute Basis bauen. Diese hat Christiane Sajonz in den vergangenen dreieinhalb Jahren gelegt. „Mir hat es großen Spaß gemacht, das Haus weiterzuentwickeln“, resümiert Sajonz. Einmal pro Monat lud das Schloss zu kulturellen Veranstaltungen. Eine ist der 60-Jährigen besonders in Erinnerung geblieben. „Das war das Opernkonzert der Lotte Lehmann Akademie im vergangenen Jahr in unserem Schlossgarten. Wir wurden förmlich überrannt. 200 Gäste kamen, wir trugen alle Sitzgelegenheiten nach draußen, die wir hatten. Das war eine große Herausforderung, auch gastronomisch“, erzählt Christiane Sajonz, die dem Schloss auch künftig eng verbunden bleiben will.  

zur Startseite

von
erstellt am 30.Nov.2016 | 08:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen