zur Navigation springen

Der Prignitzer

27. März 2017 | 04:51 Uhr

Prignitzer Wehren immer Einsatzbereit : Die Grenzen der Feuerwehr

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Kreisbrandmeister Holger Rohde spricht über Schwierigkeiten bei Einsätzen und stellt Statistik für 2016 vor.

Auf Grenzen und Schwierigkeiten von Feuerwehreinsätzen wies Kreisbrandmeister Holger Rohde auf der jüngsten Kreistagssitzung hin. Es sind Aspekte, die zwar offensichtlich sind, aber in der Realität von Außenstehenden kaum wahrgenommen werden.

So ist die Schutzbekleidung der Kameraden zwar gegen Hitze, aber nicht gegen Kälte und Nässe ausgelegt. Ob 30 Grad im Schatten, Dauerregen oder minus zehn Grad im Winter – die Kameraden tragen stets die gleiche Kleidung während der teils Stunden andauernden Einsätze.

Wie selbstverständlich werde die Feuerwehr zu Türnotöffnungen gerufen. „Wir kommen auch gerne, aber wer verschließt die Tür nach dem Einsatz“, fragt Holger Rohde. Der Rettungsdienst, das Ordnungsamt? In diesem Punkt gebe es noch immer offene Fragen. Gleiches betrifft die Freigabe von Straßen nach dem Beseitigen von Ölspuren. Die Feuerwehren dürfen das rechtlich nicht. Der Gesetzgeber hat das eindeutig geregelt: Zuständig sind die jeweiligen Baulastträger, also Mitarbeiter der Kommune, des Kreises oder einer Landesbehörde. In der Praxis gestalte sich das außerhalb der regulären Arbeitszeiten jedoch außerordentlich kompliziert. Ein Umstand, den Rohde seit Jahren anspricht, ohne das sich daran etwas ändert. So kann er auch jetzt nur feststellen: „Es gibt nach wie vor keine befriedigende Lösung.“

Zu seiner Jahresbilanz zählt mehr als die reine Einsatzstatistik, die sich nur unwesentlich verändert hat: 501 Brandereignisse, 252 technische Hilfeleistungen. Dazu kommen vierteljährliche Schulungen mit den Führungskräften, theoretische und praktische Ausbildung, bei manchen Wehren im Wochentakt. Kameraden belegen Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule und Atemschutzgeräteträger müssen sich körperlich fit halten, regelmäßig Übungs- und Belastungsläufe durchführen. Feuerwehren sind an großen Übungen beteiligt. Dazu zählen unter anderem Waldbrandeinsätze. Im vergangene Jahr kamen sogar ein Löschflugzeug und ein -panzer zum Einsatz.

Holger Rohde ging auch auf Rauchmelder ein. Die sind in Wohnungen gesetzlich vorgeschrieben. Bei Fragen zu Modellen oder dem Einbau können sich Bürger an ihre örtliche Feuerwehr wenden.

 

zur Startseite

von
erstellt am 15.Mär.2017 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen