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Touristisches Leitsystem in Bad Wilsnack : Den Schilderwald entästen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Viele Hinweise in der Kurstadt sind nicht mehr aktuell. Das muss sich ändern, meint der Stadtmarketingchef.

Die Wegweiser in der Kurstadt sind teilweise veraltet und müssen auf den neuesten Stand gebracht werden. Das sagt Torsten Engelbrecht, der in Bad Wilsnack für das Stadtmarketing zuständig ist. Die Stadtverordneten informierte er kürzlich bei deren Sitzung darüber.

„Ein touristisches Leitsystem ist für einen Ort wie Bad Wilsnack unverzichtbar. Deswegen müssen die Angaben natürlich stimmen“, sagt er und zeigt zum Beweis auf die Infokarte vor dem Rathaus. Dort ist der Erbkrug in Groß Lüben beispielsweise noch als Gaststätte und Hotel aufgeführt, dabei stand das Haus etwa vier Jahre leer. Nun sollen dort Wohnungen für Mitarbeiter der Kristall Bäder AG entstehen (wir berichteten). Die Stadtinformation befindet sich laut der Karte noch im alten Rathaus, wo heute aber die Bibliothek untergebracht ist. Die Stadtinfo dagegen ist im Bahnhofsgebäude zu finden. „Einige Angaben konnten wir auf anderen Hinweisschildern schon ergänzen, zum Beispiel auch, wo die Stadtinfo ist. Vor dem Rathaus gibt es auch eine zweite, kleinere Stadtkarte mit aktuellen Inhalten“, so Engelbrecht. Aber eine Flickschusterei soll grundsätzlich vermieden werden. „Wir wollen den Schilderwald ausdünnen und den Besuchern der Stadt klare Orientierung bieten“, betont Torsten Engelbrecht. Dazu gehört auch, die drei touristischen Knotenpunkte, die es vor zehn Jahren noch nicht gab, in das neue Leitsystem einzubeziehen. Der Stadtmarketing-Chef wünscht sich, dass Besucher schon am Bahnhof genügend hilfreiche Hinweise auf Schildern erhalten. Wann genau dieses neue Leitsystem Einzug halten kann, ist ungewiss. „Erst muss in diesem Jahr ein Fördermittelantrag gestellt werden. Wir wollen versuchen, Gelder über Leader zu bekommen. So ein Schild kostet schon um die hundert Euro und wir brauchen ja nicht nur eins“, sagt Engelbrecht. In der Stadtkasse Bad Wilsnacks herrscht allerdings Ebbe. Deswegen sind Fördergelder nötig.

Sein Traum sei es, dass die Stadt irgendwann einen digitalen Infopunkt aufstellt. „Das ist eine Stele mit einem großen Bildschirm. Dort kann man dann gastronomische wie auch Veranstaltungsangebote sehen. Und vielleicht bekommen wir auch eine Art Branchenbuch mit möglichst allen Firmen hin.“ Ob Torsten Engelbrecht diesen Traum noch verwirklichen kann, steht in den Sternen. Seine geförderte Stelle läuft im Dezember nach zwei Jahren aus. Will die Stadt weiter einen Marketingbeauftragten haben, müsste sie dafür in ihre eigene Tasche greifen.

 

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